Dietikon

Das Werk eines «wandelnden Dietiker Lexikons»

Autor Hans Peter Trutmann signiert das von ihm verfasste Neujahrsblatt.

Autor Hans Peter Trutmann signiert das von ihm verfasste Neujahrsblatt.

Der Stadtverein Dietikon präsentiert sein Neujahrsblatt 2015 «Ein kleines stilles Leuchten» mit 230 Persönlichkeiten aus Dietikon. Autor Hans Peter Trutmann erhält viel Dank und Begeisterung für seine Arbeit.

Zur Vernissage des vom Stadtverein Dietikon herausgegebenen Neujahrsblatts «Ein kleines stilles Leuchten» sind rund 250 Gäste in den Gemeinderatssaal gekommen. In seiner Ansprache gibt der Autor Hans Peter Trutmann Einblicke in sein Werk, das 230 Kurzbiografien von Persönlichkeiten aus Dietikon enthält.

Sieben Jahre lang habe er jeden Tag etwas an den Kurzbiografien gearbeitet. Um Missverständnisse auszuräumen, erklärt Trutmann gleich, dass nur Verstorbene in die Chronik aufgenommen wurden.

So stamme der Titel des Neujahrsblatts von einer Gedichtzeile Conrad Ferdinand Meyers: «Was kann ich für die Heimat tun / bevor ich geh im Grabe ruhn? / Vielleicht ein Wort, vielleicht ein Lied, ein kleines stilles Leuchten», rezitiert Trutmann.

Vom Poetischen geht Trutmann über zum Statistischen des Neujahrsblatts: Etwa ein Fünftel aller Porträtierten stamme aus alten Dietiker Geschlechtern, darunter sei das Geschlecht Wiederkehr zwölf Mal vertreten, so Trutmann. Die älteste Person in den Porträts ist Dieto, der um 600 nach Christus lebte. Die zweitälteste Person ist Anna Bullinger-Wiederkehr, die von 1470 bis 1541 wirkte. Die späteste Persönlichkeit in der Chronik ist der diesen Sommer verstorbene Grafiker Jörg Hamburger.

Unter den Gästen an der Vernissage gibt es einige, deren Bekannte oder Verwandte ebenfalls in der Personenchronik vorkommen. So freut sich Jeanette Hunger sehr, dass ihr Bruder Robert Zimmermann porträtiert wurde. Auch CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr ist stolz, dass seine Urgrossmutter Rosalia Wiederkehr-Baumann, als «Baumeister im Rock» dokumentiert wurde.

Neues wie Bekanntes erhofft sich die 81-jährige Annemarie Zimmermann-Grau aus der Lektüre des Neujahrsblatts zu erfahren. Die Künstlerin Christa Jordi glaubt, dass die Personenchronik viel Wissenswertes über Dietikon zutage bringen werde, denn Jordi kennt Trutmann vom Streichorchester. Er sei ein «wandelndes Dietiker Lexikon», sagt sie. Auch Stadtrat Rolf Schaeren schätzt den Einsatz und die Kenntnisse Trutmanns. Die Idee Personen einmal ganz ins Zentrum des Neujahrsblatts zu stellen, findet Dietrich Pestalozzi, der Verwaltungsratspräsident der Pestalozzi&Co AG, sehr gut, denn: «Menschen sind das Wichtigste in einem Gemeinwesen», so Pestalozzi.

Auch zahlenmässig kommt das Werk gut an: An der Vernissage wurde ein Rekordverkauf von 160 Exemplaren verzeichnet, bei einer Auflage von 900 Stück. Thema des nächsten Dietiker Neujahrsblatts wird übrigens die «Reppisch» sein.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1