Weiningen

Das Weininger Restaurant Linde wird wieder zur Kulturoase: Die Gäste wollen die Events zurück

Die Veranstaltungsreihe begann am Donnerstagabend mit der Lesung von Markus Matzner.

Die Veranstaltungsreihe begann am Donnerstagabend mit der Lesung von Markus Matzner.

Die kulturellen Anlässe des Vereins «Kult-Chuchi Winige» finden in der Linde in Weiningen wieder statt. Das erste Vereinsjahr wurde von der Coronapandemie ausgebremst.

Die Gründungsmitglieder des Vereins «Kult-Chuchi Winige» hatten sich ihr erstes Jahr anders vorgestellt. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, attraktive Veranstaltungen nach Weiningen zu bringen und eine Oase für regionale Künstlerinnen und Künstler zu schaffen. Der Start mit den kulturellen Leckerbissen im Restaurant Linde war im Januar geglückt. Seit März mussten aber alle Events wegen der Coronapandemie abgesagt werden. Nach dieser Zwangspause finden die Anlässe nun wieder statt.

Am Freitagabend unterhielt Carlo Brunner und seine Ländlerkapelle die Gäste im Event-Saal der «Linde», während ein Drei-Gänge-Menü serviert wurde. Mit der neuen Veranstaltungsreihe wurde aber schon am Donnerstagabend mit der Lesung vom Oberengstringer Autor Markus Matzner gestartet. Er las aus seinem Roman «Rebenrausch» vor. Eine Weindegustation und ein Apéro riche rundeten den Anlass ab. Es konnten 66 Gäste begrüsst werden. «Es war ein richtiges Weiningerinnen- und Weiningertreffen», sagt Maya Grossmann. Sie präsidiert den Verein und ist die Wirtin der «Linde». Es sei ein schöner Start gewesen. «Wir wollten wegen der vielen Reaktionen in den letzten Wochen wieder starten», sagt sie. «Die Leute wünschten sich die Anlässe zurück.»

Trotz ausgefallenen Events hatte der Verein viel zu tun

Insgesamt engagieren sich sechs Vorstandsmitglieder im Verein «Kult-Chuchi Winige». So auch Jackie Rubi als Vizepräsidentin. Sie weiss ihr Netzwerk und ihre Kontakte von ihren früheren Konzertreihen im Orgelsurium in Unterengstringen einzubringen. Ebenso mit im Boot ist Ursula Hofstetter, alt Gemeindepräsidentin von Geroldswil. Grossmann war in letzter Zeit vor allem damit beschäftigt, neue Termine mit den Künstlerinnen und Künstlern zu vereinbaren. «Es war ein aufwendiges Umherschieben der neuen Daten», sagt sie. Dieser zusätzliche Aufwand sei nicht immer einfach gewesen.

Das Verständnis sei bei den Künstlerinnen und Künstlern vorhanden gewesen. Hingegen habe es einige Gäste gegeben, die den Termin nicht verschieben wollten. «Manche wünschten sich auch die Ticketpreise zurück.» Für sie sei es vor allem wichtig, dass sich die Gäste in der «Linde» wohlfühlen können. Das gelte in der aussergewöhnlichen Zeit mit dem Coronavirus umso mehr. «Auf der einen Seite gilt es die Vorschriften des Bundes einzuhalten, auf der anderen Seite wollen wir eine Wohlfühloase schaffen», sagt sie. Mit dem erarbeiteten Schutzkonzept sei dies möglich.

Eigentlich seien 100 Personen im Event-Saal erlaubt. Sie wolle diese Kapazität aber nicht ausreizen, so Grossmann. Das gelte auch für die kommenden Anlässe. Insgesamt sind zehn Veranstaltungen bis Ende Jahr geplant. Am 24. September wird Biersommelier Beat Hostetter in die Welt der Spezialbiere einführen. Der Comedy-Anlass mit Claudio Zuccolini Ende Oktober ist schon ausverkauft.

Das Restaurant Linde bietet an den Anlässen immer die kulinarische Verpflegung an. Auch diese geht mit ihrem Angebot dem Herbst entgegen. So gibt es den Sauser von Hans-Heinrich und Dora Haug im Angebot. Zudem stehen Wildspezialitäten bereit. Auch die Metzgete wird trotz Coronavirus am
25. September stattfinden können. Die «Linde» führte im Konzept ein humoristisches Motto ein: «Sie sind mit Abstand die besten Gäste.»

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