Kolpingtheater

Das viele Lachen dürfte für Muskelkater sorgen

Das Dietiker Kolpingtheater begeisterte mit dem humorvollen Stück «Alles verchehrt».

Ein Wochenende mit zwei Aufführungen hat die Dietiker Kolpingfamilie hinter sich, ein weiteres steht bevor. Am Samstag kam die Bevölkerung im katholischen Pfarreizentrum St. Agatha in der nachmittäglichen Seniorenvorstellung und an der abendlichen Premiere im humorgeladenen Stück «Alles verchehrt» in den Genuss des Könnens dieses neunköpfigen Schauspielteams.

«Was Sie hinter diesen verschlossenen Türen finden werden, könnte Ihnen weniger gefallen», sagt das Dienstmädchen Steffi zu Doro von Altenberg, als sie die Wohnung betritt. Und sie hat wohl recht. Denn aus Schränken und Seitentüren kommen die Nachbarn, Geliebte und Familienmitglieder. Im Folgenden nimmt die Geschichte ihren Lauf, und die Figuren setzen sich auf witzige Art mit ihren Gefühlen der Liebe, Lust und Eifersucht auseinander.

Immer wieder sorgen die humorvollen Dialoge für Gelächter im Saal. Die etwa 200 Anwesenden der Nachmittagsvorstellung hören gebannt den Schauspielerinnen und Schauspielern zu, fiebern mit den Figuren mit, wenn sich diese verschwören, verstecken und streiten. Schnell wird klar, dass es sich um eine unterhaltsame Komödie handelt, die mit Witz und Geschick an die Themen Fremdgehen, Reichtum und Liebeslust herangeht. Die Geschichte handelt von Doro von Altenberg, die ahnt, dass ihr Gatte Maurice sie betrügt. In der Hoffnung, dass dieser aus Verlustangst sein Vergehen zugibt, zieht sie mit dem Dienstmädchen aus der heimischen Villa aus in die Mietwohnung des familieneigenen Immobilienkonzerns. Doch weiss sie nicht, dass es das heimliche Liebesnest von Heinrich von Altenberg, dem Schwiegervater Doros, und dessen Sohn ist.

Zwischen den drei Akten gab es an der Nachmittagsvorstellung Pausen, wobei die knapp 200 Schaulustigen gratis Nussgipfel und Kaffee geniessen durften.

Als dann nach dem ersten Akt Birgit Vogel, die seit 42 Jahren ununterbrochen fürs Kolpingtheater schauspielert, die Bühne betrat, kam es zu einem tosenden Begrüssungsapplaus. Mit viel Witz und Spannung ging es weiter bis zum Schluss.

Dem Publikum gefiel es: «Morgen habe ich sicher einen Muskelkater», sagte die 60-jährige Rosa Maria Dittli aus Dietikon. Auch die 88-jährige Schlieremerin Sonja Fuchs war begeistert: «Das Stück war super, meine Freundinnen und ich freuen uns jedes Mal.» Dem stimmte auch die 83-jährige Schlieremerin Margrit Wölfli zu: «Es war wirklich sehr lustig, und die Schauspielenden haben deutlich geredet, sodass man alles gut verstand.»

Lucia Stich alias Doro von Altenberg zeigte sich zufrieden mit dem ersten Auftritt: «Wir freuen uns sehr, dass viele Leute gekommen sind. Natürlich ist man dann ein bisschen mehr aufgeregt, aber die Stimmung war super.» Birgit Vogel alias die andere Nachbarin stimmte dem zu: «Wir wissen, wo es gehapert hat, aber mit der Routine weiss man solche Stellen zu überspielen. Alles ist also flüssig gelaufen.»

Wer wissen will, wer am Ende die Geliebte Maurices von Altenberg ist, kann dies noch in den Aufführungen am kommenden Freitag und Samstag in Dietikon herausfinden.

 

Die nächsten Aufführungen

Am Freitag, 31. Januar, um 20 Uhr und am Samstag, 1. Februar, um 14 Uhr und um 20 Uhr führt das Kolpingtheater Dietikon das Stück «Alles verchehrt» wiederum im Kirchgemeindesaal St. Agatha auf.

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Autor

Liana Soliman

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