Limmattal
Das Vergärwerk Werdhölzli nimmt den Betrieb wieder auf

Termingerecht wurden die Reparaturarbeiten am Heizsystem der Anlage abgeschlossen. In den nächsten zwei bis drei Wochen fährt die Biogas Zürich AG das Gärwerk wieder hoch. Rund 7000 Tonnen Bioabfall werden dort zu Gas, Kompost und Dünger verarbeitet.

Sebastian SchanzerUnd Sandro Zimmerli
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Im Fermenter findet der Gärungsprozess statt.

Im Fermenter findet der Gärungsprozess statt.

Annika Bütschi

Die Zeit des Stillstandes ist vorbei. Die Vergärungsanlage Werdhölzli kann ihren Betrieb wieder aufnehmen. Wie die Biogas AG mitteilt, sei der Umbau des Heizsystems im Bioreaktor termingerecht abgeschlossen worden. Derzeit werde das Vergärwerk wieder angefahren und in rund drei Wochen wieder mit Nominalleistung betrieben.

Die Anlage war noch im Probebetrieb, als sich herausstellte, dass das Heizsystem bei maximaler Mengenbelastung die notwendige Wärme nicht mehr abgeben konnte. Das System kühlte ab, folglich wurde der Gärprozess gestört. Das 28 Millionen Franken teure Werk am Stadtrand von Zürich musste vorübergehend stillgelegt werden. Das von der Biogas Zürich AG gewählte Heizsystem biete technische Vorteile anderen Systemen gegenüber – leider hätten sich aber andere Nachteile erwiesen, meinte damals der Geschäftsführer.

Reaktor geleert und gesäubert

Nachdem der Reaktor vollständig geleert und gesäubert worden war, konnten die Reparaturarbeiten am Heizsystem durchgeführt werden. Nun nimmt die Anlage den Betrieb wieder auf. Während der nächsten zwei bis drei Wochen wird ein neuer biologischer Prozess in die Gänge gebracht, der Bioabfälle durch Gärprozesse zu Gas, Kompost und Dünger verwandelt.

Seit Beginn des Jahres landet auch der organische Abfall des Limmattals im städtischen Vergärwerk Werdhölzli, das seit Mitte 2013 von der Biogas Zürich AG betrieben wird. Rund 7000 Tonnen – über ein Viertel des Gesamtvolumens an Bioabfällen – liefert das Limmattal der Anlage zur Verarbeitung. Die Verarbeitungskapazität des Vergärwerks beträgt jährlich 25 000 Tonnen Bioabfall. Mehrheitsaktionärin ist die Stadt Zürich, beteiligt ist auch Erdgas Zürich sowie die Limmattaler Limeco, die seit Anfang 2013 zehn Prozent der Aktien hält.

Im Fermenter findet der Gärungsprozess statt.
9 Bilder
Von der Anlieferung gelangt der Bioabfall in die Aufbereitung
Aus dem Gärgut wird in nach vier Wochen hochwertiger Kompost
Derzeit wird beim Klärwerk eine Klärschlammverwertungsanlage gebaut
Der biogene Abfall muss von Fremdstoffen wie Metall befreit werden.
Helmut Vetter vor dem 25 Millionen Franken teuren Vergärwerk.
Ein Kran befördert den angelieferten Bioabfall in die Aufbereitung.
Die Biogas-Aufbereitungsanlage geht nach der Reparatur wieder in Betrieb.
Das Roh-Biogas muss zuerst in die Biogas-Aufbereitung bevor es ins Netz eingespeist wird

Im Fermenter findet der Gärungsprozess statt.

Annika Bütschi