Urdorf
Das Urdorfer Waldfest trotzt dem Regen

Die Besucher des Urdorfer Waldfests liessen sich am Freitagabend vom schlechten Wetter nicht von ihrem Fest abhalten. Jung und Alt vergnügten sich.

Christian Murer
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Urdorfer Waldfest
8 Bilder
Konzentriert wird im Armeezelt gejasst
Ruedi Schweizer hat den Bierhahnen voll im Griff
Die Grillchefs Jürg Berri (links) und Philipp Kaufmann
Jürg Berri nimmt es ganz genau mit den Wuersten
Jürg Berri am Grill
Die Ohren werden mit den PartyBirds Augen machen
Marco Zollinger: Aktuar der Urdorfer Knaben

Urdorfer Waldfest

Christian Murer

Es ist tatsächlich kaum zu glauben. Noch am vergangenen Mittwochabend genoss man im Limmattal bis in den späten Abend angenehme Grillabende. Ebenso freuten sich all die Urdorfer Waldfestler auf eine Wiederholung dieses sommerlichen Wetterglücks. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Denn rabenschwarz hingen am besagten Abend die Regenwolken über dem Urdorfer Wald.

Doch trotz diesen für ein Waldfest misslichen Vorboten hofften die Verantwortlichen der Urdorfer Knabengesellschaft auf schönes Wetter und stellten an der Heinrich-Stutz-Strasse im Bergermoos Tische, Bänke, Bühne, ein grosses Militärzelt, die Bar sowie die gelben Zelte der Festwirtschaft auf.

Kleine Heerschar von Helferinnen

Um das Waldfest durchführen zu können, ist der Verein stets auf die tüchtige Mithilfe von ehemaligen Mitgliedern und freiwilligen Helfern angewiesen. Das war auch am Freitagabend nicht anders. So war man trotz misslicher Witterung zuversichtlich, dass das Partyvolk dennoch festen wollte.

Was aber wäre das Urdorfer Waldfest ohne die Festwirtschaft? Am Grill standen diesmal Jürg Berri und Philipp Kaufmann. Eine kleine Heerschar von Helferinnen an der Theke sowie emsigen Kellnerinnen kümmerte sich um den tadellosen Service. Und die wetterfesten Besucherinnen und Besucher sorgten unter den tropfenden Bäumen und vor allem im übervollen Militärzelt für feuchtfröhliche Stimmung.

Alte Bräuche einhalten

Die Urdorfer Knabengesellschaft (KGU), die für die Organisation verantwortlich ist, ist der älteste dokumentierte Verein der Gemeinde. Erstmals erwähnte sie die Dorfchronik im Jahr 1824. Die Mitglieder sind männlich und unverheiratet. Sobald sie heiraten, müssen sie austreten. Die Ziele der KGU sind die Pflege der Kameradschaft und die Erhaltung alter Bräuche - so zum Beispiel das Hochzeitsschiessen. Nebst dem Waldfest betreibt die KGU auch eine Fonduehütte an der Urdorfer Chilbi und ist an der Fasnacht aktiv.

KGU-Aktuar Marco Zollinger sagte zum Anlass: «Dieses Waldfest habe ich bereits als Bub besucht. Es hat für mich längst Tradition.» Denn schon der Ort sei für ihn etwas ganz Spezielles. «Ich finde, es ist ein toller Event», so der 21-jährige Jungbauer. Der 20-jährige KGU-Vizepräsident Stefan Isenschmid, der seit drei Jahren Mitglied ist, ergänzte: «Das Waldfest besuchte ich bereits mit meinem Vater.» Dies sei für ihn jeweils die Nacht gewesen, in der er am längsten wach bleiben konnte. «Ich persönlich finde es eine tolle Sache, dass wir einen solchen Anlass weiterführen können», so Isenschmid.