Weiningen
Das Training der Säuli für das grosse Rennen am Wochenende

Die sechs Teilnehmer des Säulirennen am Rebblütenfest bereiten sich auf ihren Einsatz vor. Auf den hervorragend besetzten Startplätzen stehen an diesem Wochenende Flurina, Silvester, Coopoline, Barrique, Mobi-Win und Stammsau.

Sandro Zimmerli
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Christian Schmidbauer trainiert mit den Säuli jeden Tag auf der provisorischen Rennbahn.

Christian Schmidbauer trainiert mit den Säuli jeden Tag auf der provisorischen Rennbahn.

Limmattaler Zeitung

Nicht nur Formel-1-Piloten oder Skifahrer müssen auf den jeweiligen Rennstrecken trainieren, damit sie am Tag X bereit sind. Auch für die Säuli, die am Weininger Rebblütenfest an diesem Wochenende fünf Rennen an den Start gehen, ist eine optimale Vorbereitung unabdingbar.

Deshalb trainieren Flurina, Silvester, Coopolino, Barrique, Mobi-Win und Stammsau schon seit zwei Wochen auf der provisorischen Rennbahn auf dem Landwirtschaftsbetrieb Bader in Weiningen. Ins Trainingslager eingerückt sind die Säuli aber bereits Mitte März. Bis dahin lebten sie im Kloster Fahr.

«Wir haben dort schöne verschiedenfarbige Säuli gefunden. Das ist wichtig, damit die Tiere beim Rennen auch unabhängig von der Startnummer unterschieden werden können», sagt Roland Wüthrich. Er fungiert im OK des Säulirennen als Renndirektor.

Nach dem Rennwochenende werden die Säuli wieder ins Kloster Fahr zurückkehren. Vorher steht aber noch der Schlussspurt des Trainingslagers an. Trainer Christian Schmidbauer investiert rund drei bis vier Stunden täglich in die Rennvorbereitung. Jeweils am Morgen und Abend gibt es für die sechs Säuli, die ihre Namen von ihren Göttis erhalten haben, ein Proberennen. Am Rebblütenfest wird sich die Rennstrecke wie gehabt auf der Wiese oberhalb des ehemaligen Buswendeplatzes befinden.

Der Futtertrog ist das Ziel

Bevor die Proberennen starten, geht Schmidbauer mit seinen Schützlingen die Strecke ab, an deren Ende sich ein Trog mit Futter befindet. So wissen die Säuli, dass sie am Schluss des Parcours etwas zu fressen erwartet. Die Aussicht auf Futter ist der eigentliche Antrieb für die Tiere, die Strecke zu absolvieren. «Es geht nur übers Futter», sagt Wüthrich.

Mit den bisherigen Vorbereitungen ist Wüthrich zufrieden. Für jedes Rennen wurde ein Sponsor gefunden. Jedes Säuli hat einen Götti und auch für den Trainer sowie den Säuliunterhalt hat sein Team Sponsoren gefunden.

Auch Trainer Schmidbauer ist mit dem Trainingslager zufrieden. Für ihn ist es das erste Mal, dass er Säuli auf diesen Anlass vorbereitet. «Es ist etwas Spezielles», sagt er. Die Tiere würden am Wochenende aber bereit sein, verspricht Schmidbauer.

Beliebte Wetten

Dort werden die Zuschauer die Gelegenheit haben, Geld auf ihren Favoriten zu setzen. «Immer zwei Stunden vor dem Rennen sind die Ticketverkäufer auf dem Festgelände unterwegs. Ein Bon kostet drei Franken», so Wüthrich. Jeweils 30 Minuten nach dem Start würden die Gewinnquoten bekannt gegeben. «80 Prozent der Wettspieleinnahmen werden wieder ausgezahlt», sagt Wüthrich.

Er ist überzeugt, dass gerade die Möglichkeit zu wetten, das Säulirennen so beliebt mache. «Erstmals wurde es 2001 durchgeführt. Wir haben bewusst darauf verzichtet, jedes Jahr ein Säulirennen zu organisieren. Nur so bleibt es etwas Besonderes», so Wüthrich. Das OK werde aber jedes Jahr angefragt, ob es nicht möglich sei, ein Rennen durchzuführen.

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