Fragestunde

Das Thema Verkehrssicherheit dominierte: So antwortete der Schlieremer Stadtrat

57 Schlieremer Kinder werden in Privatschulen unterrichtet. Dies sei ein kleiner Anteil, wie Schulvorsteherin Beatrice Krebs in der Fragestunde sagte.

57 Schlieremer Kinder werden in Privatschulen unterrichtet. Dies sei ein kleiner Anteil, wie Schulvorsteherin Beatrice Krebs in der Fragestunde sagte.

Der Stadtrat stand dem Parlament in der Fragestunde Rede und Antwort – von A wie «Affenzahn» bis Z wie «Zebrastreifen».

1. Sonnenschutz für das Kinderbecken der Biobadi im Moos

Bereits vor zwei Jahren erkundigte sich SP-Gemeinderätin Rixhil Agusi-Aljili nach einer Überdachung für das Kinderbecken der Badi «Möösli». Doch noch heute würden die Kleinen an der prallen Sonne baden, wie sie an der Gemeinderatssitzung konstatierte. Werkvorstand Stefano Kunz (CVP) betonte, dass das Anliegen nicht vergessen gegangen sei. «Das Aufstellen eines Sonnensegels klingt jedoch einfacher, als es ist», so Kunz. So gehöre etwa die Mauer, an welcher das Segel angebracht werden müsste, nicht der Stadt, sondern einem Privaten. Zudem müsste eine massive Säule aufgestellt werden, was die Kosten in die Höhe treibe. Kunz verwies jedoch darauf, dass es im «Möösli» genügend Sonnenschirme gebe und es ohnehin am besten sei, wenn er und Agusi-Aljili sich die Situation gemeinsam anschauen gehen würden.

© Ly Vuong

2. Sind 57 Privatschüler in der Stadt zu viele?

Ob die Beweggründe, weshalb Eltern ihre Kinder aus den Schlieremer Schulen abmelden und in privaten Institutionen unterrichten lassen, von der Schule erfasst werden, wollte der GLP-Gemeinderat Andreas Kriesi wissen. Schulvorsteherin Beatrice Krebs (FDP) antwortete, dass bislang keine Erhebungen stattgefunden hätten, da dies keinem Bedürfnis entsprochen haben. «Zwar könnte man den Eltern, die ihre Kinder abmelden, einen Fragebogen mitgeben», so Krebs. Doch sei es fraglich, ob dieser auch gewissenhaft ausgefüllt und retourniert würde. Eines könne sie jedoch «voller Selbstbewusstsein» sagen, so Krebs: «Die Eltern senden ihre Kinder sicher nicht aufgrund einer geringen Qualität der Schlieremer Schule in Privatschulen.» Die 57 Kinder, die derzeit in einer privaten Schule unterrichtet würden, entsprächen lediglich fünf Prozent der insgesamt 1800 Schülerinnen und Schüler der Stadt.

3. Übergänge werden an der Zürcherstrasse 126 und 140 erstellt

Der Verkehrssicherheit an der Busstation Mülligen nahm sich Gemeinderat Dominik Ritzmann (Grüne) bereits im Jahr 2012 mittels eines Postulats an. Dies, weil die Unterführung weder behindertengerecht noch kinderwagentauglich sei, wie Ritzmann sagte. Damals verwies der Stadtrat darauf, dass mit dem Bau der Limmattalbahn oberirdische Übergänge geplant seien. Nun wollte Ritzmann wissen, wo diese vorgesehen seien. Bauvorstand Markus Bärtschiger (SP) gab bekannt, dass diese auf Höhe Zürcherstrasse 126 sowie 140 geplant seien. Zudem werde die Unterführung rückgebaut.

© Sibylle Hutter

4. Ist die Goldschlägi-Kunst gut vor Vandalismus geschützt?

Mit viel Liebe und Engagement hätten Menschen mit Behinderung den Fussweg bei der Goldschlägi-Unterführung verschönert, wie Rolf Wegmüller (CVP) in der Fragestunde sagte. Doch habe man berechtigterweise Angst vor Sprayereien, welche die Werke verschandeln würden. Ob zum Schutz der Werke eine spezielle Schutzlackierung angebracht worden sei, wollte er wissen. Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) konnte ihn beruhigen und verwies darauf, dass tatsächlich ein Graffitischutz angebracht worden sei. «So können Schmierereien im Fall der Fälle leicht entfernt werden.»

© Ly Vuong

5. Velofahrer mit «Affenzahn» durch Bahnunterführung

Viel zu oft komme es vor, dass Velofahrer mit einem «Affenzahn» durch den Autotunnel unter den Gleisen auf der Uitikonerstrasse beim Steinackerweg rasten, sagte Rolf Wegmüller (CVP). Es sei nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Unfall komme. Seinem Wunsch nach einer besseren Signalisation des Veloverbots im Tunnel – Velofahrer haben einen eigenen Durchgang daneben – konnte der Stadtrat jedoch nicht abschliessend stattgeben. So gab Sicherheitsvorstand Pierre Dalcher (SVP) zwar zu verstehen, dass die beschriebene Situation unangenehm sei. Ob sich an der Signalisation etwas ändern lasse, müsse er jedoch erst mit dem Kanton absprechen, da es sich um eine Staatsstrasse handle.

© Alex Rudolf

6. Wie sicher sind Kinder des Waldkindergartens?

Auch Songül Viridén (GLP) beschäftigte die Sicherheit bei derselben Bahnunterführung beim Alten Zürichweg. So befinde sich der Treffpunkt des Waldkindergartens in unmittelbarer Nähe. «Zwar gibt es einen Zebrastreifen, doch kommen die Autos mit hoher Geschwindigkeit von der Uitikonerstrasse um die Kurve, sodass Gefahrenpotenzial besteht», so Viridén. Auf die Frage, ob der Stadtrat dieses Problem erkannt habe, antwortete Sicherheitsvorstand Pierre Dalcher trocken: «Ich habe ein Problem mit diesem Problem.» So sollten Kinder, die alleine in den Kindergarten gehen, wissen, dass man vor einem Zebrastreifen stehenbleiben müsse. Er beabsichtige jedoch, sich mit der Leitung des Waldkindergartens auszutauschen und zu eruieren, ob Handlungsbedarf bestehe. Auch Schulvorsteherin Beatrice Krebs bekräftigte, der Sicherheitsfrage bei besagtem Zebrastreifen auf den Grund zu gehen. «Wir in Schlieren sind Waldkindergarten-Neulinge und befinden uns noch in der Testphase», so Krebs.

© Sandra Ardizzone

7. Hat die Stadt genügend Parkplätze für ihre eigenen Autos?

Die blauen Parkplätze am Alten Zürichweg seien sehr beliebt, sagte Daniel Frei (FDP). Ärgerlich sei jedoch, wenn sie von Autos der Stadtverwaltung besetzt würden, was in letzter Zeit häufig vorgekommen sei. «Verfügt denn die Stadt nicht über genügend eigene Parkplätze für ihre Autos», fragte er Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel (FDP). Diese antwortete, dass die Stadt sicherlich über genügend Abstellmöglichkeiten verfüge. Doch wohne einer der Hauswarte am Alten Zürichweg und stelle sein Dienstfahrzeug dort in der Nähe ab, wenn er Pikettdienst habe und dementsprechend mobil sein müsse. Dieses Regime werde aber nun aufgehoben und das Auto wieder stets in der Garage beim Stadthaus abgestellt, versicherte Stiefel.

© Flavio Fuoli

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