Die Delegierten des Spitalverbands gaben an ihrer Versammlung vom Mittwochabend ihr einstimmiges Einverständnis zu diesem Geschäft. Heute wird das Furttal vom privaten Rettungsdienst Intermedic bedient. Dem Rettungsdienst mit Sitz in Berikon droht aber aufgrund von Qualitätsproblemen der Verlust seiner Anerkennung durch den Interverband für Rettungswesen – und damit auch die Bewilligung des Kantons.

Nun wird das Spital Limmattal die Verantwortung für das Furttal übernehmen. Für das «Limmi» ist dies eine Chance, wie Pflegedirektorin Susanne Vanini sagt. Denn nicht zuletzt könne man so die Patientenströme durch den eigenen Rettungsdienst beeinflussen – denn in der medizinischen Klinik beispielsweise erfolgen mehr als 80 Prozent der Einweisungen über den Notfall.

Dies helfe auch bei der Sicherung der Leistungsaufträge des Spitals, wie im Bereich Unfallchirurgie, Neurologie oder Innere Medizin. Um das neue Gebiet abdecken zu können, wird der Rettungsdienst vier zusätzliche Personen einstellen müssen, um seine Präsenz vor allem in der Nacht und am Wochenende zu verstärken. Das «Limmi» rechnet jedoch damit, dass mit der Erweiterung des Einsatzgebiets unter dem Strich ein Gewinn von knapp 80 000 Franken resultiert.(bhi)