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Das Spital Limmattal geht mit zwei Regionalspitälern eine neue Allianz ein – und will so flexibler werden

Das Spital Limmattal erhofft sich von der neuen Zusammenarbeit unter anderem mehr Flexibilität und weniger Kosten in Sachen temporäre Mitarbeiter.

Das Spital Limmattal erhofft sich von der neuen Zusammenarbeit unter anderem mehr Flexibilität und weniger Kosten in Sachen temporäre Mitarbeiter.

Eigenständig bleiben und doch gemeinsame Synergien nutzen: Die Spitäler Limmattal, Bülach und Zollikerberg gründen ein Netzwerk.

Auf informeller Ebene haben die Spitäler Limmattal, Bülach und Zollikerberg bereits seit einiger Zeit zusammengearbeitet. Nun wird diese Kooperation in ein formelles Gefäss überführt: Die drei Regionalspitäler haben das «Zurich Hospital Network (ZHnet)» gegründet, wie sie gestern mitteilten. Limmi- Direktor Thomas Brack umschreibt die neue Organisation als «eine Allianz unabhängiger Spitäler im Kanton Zürich».

Die Spitallandschaft befindet sich im Kanton wie in der gesamten Schweiz in Bewegung. In den vergangenen zwei, drei Jahren sind verschiedene Zusammenschlüsse erfolgt. Im Zürcher Oberland streben das Wetziker und das Ustermer Spital eine Fusion unter ein gemeinsames Dach an. Das Spital Männedorf lehnt sich an das grosse Universitätsspital Zürich an. Ein solcher enger Zusam- menschluss kommt für die Spitäler Limmattal, Bülach und Zollikerberg nicht in Frage: «Wir fühlen uns alle stark genug, um eigenständig existieren zu können», sagt Thomas Brack. «Aber in einer engen Zusammenarbeit in einer Allianz sehen wir das Potenzial, um Synergien nutzen und sich gegenseitig unterstützen und helfen zu können.»

Innerhalb dieser Allianz könne dynamisch und lösungsorientiert auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Spitalwesen reagiert werden, heisst es in der Mitteilung. Und: Über eine verstärkte Kooperation im administrativen Bereich und bei der medizinischen Leistungserbringung könne die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.

Was dies konkret bedeutet, veranschaulicht Brack am Beispiel des Pflegepersonals: Bei Ausfällen oder in Ferienzeiten müssen die Spitäler heute immer wieder einzeln kurzfristig über Temporärbüros Mitarbeitende suchen und jeweils aufwendig einarbeiten. In der Allianz ist nun angedacht, eine Art fixen eigenen Springer-Stellenpool mit denselben Mitarbeitern zu schaffen. Die Flexibilität wäre höher, die Kosten tiefer.

Die Allianz ist ein schweizweit neues Modell der Zusammenarbeit. Die Spitäler bleiben autonom und unabhängig. Sie verfolgen weiterhin den Grundsatz der wohnortnahen und integrierten Versorgung. (og)

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