Wie letztes Jahr werden beide Küchen mit 13 «Gault Millau»-Punkten ausgezeichnet. Die Tester loben vor allem die «fantastischen, gebratenen, heftig gewürzten Schweinerippchen» und das knusprige Rindfleisch im «Luo» sowie den «Cocktail campechano» aus Crevetten, Tintenfisch, Avocado und Frühlingszwiebeln in der Krone. Leise Kritik gab es dagegen für das Thunfischtatar der Krone, das den Testern etwas zu fad war.

Heinz Schenkel, Küchenchef im Dietiker Traditionslokal Krone, nimmt die Kritik sportlich. «Letztes Jahr haben wir die gleiche Bewertung erhalten, aber keine Kritik.» Auf jeden Fall freue er sich, dass die Krone als eines von zwei Restaurants im Limmattal im «Gault Millau»-Führer vertreten sei. Das sei eine willkommene Werbung für die Krone.

Nenad Mlinarevic: Mit 34 schon Koch des Jahres.

Nenad Mlinarevic: Mit 34 schon Koch des Jahres.

Auch der aus Schanghai stammende Koch Luo Qiulin freut sich über die 13 Punkte. Im Mai 2014 ist er von einer Hotel-Küche in Zürich in den Ochsen nach Dietikon umgezogen. Schon bald ist es ihm gelungen, seine Stammkundschaft auch ins Limmattal zu locken. Dazu gehören auch so illustre Gäste wie ein saudischer Prinz, der diesen Sommer zwei Mal zu ihm nach Dietikon kam, Alt-Bundesrat Adolf Ogi oder der Starpianist Lang Lang. Sie alle schwören auf Luo Qiulins Kochkünste und kommen gern bei ihm vorbei, wenn sie in Zürich sind. Doch auch abgesehen von berühmten Gästen schafft es das «Luo» zunehmend, in der Region Fuss zu fassen. «Dieses Jahr kamen sehr viele Leute aus Dietikon», bestätigt der Koch, der auch ein Studium in chinesischer Literatur absolviert hat. (huz)