Fahrweid

Das Quartier beharrt auf einem Treffpunkt

Der Quartierverein wünscht eine gutbürgerliche Küche fürs neue Restaurant.

Der Quartierverein wünscht eine gutbürgerliche Küche fürs neue Restaurant.

Das Quartierzentrum wird derzeit renoviert. Noch ist die Zukunft der Quartierbeiz aber offen.

Das Quartierzentrum «Föhrewäldli» in der Fahrweid steckt mitten in Veränderungen: Ursula Beutler ist als langjährige Restaurant-Pächterin Ende September ausgezogen. Derzeit werden diese Räumlichkeiten bis Ende Jahr renoviert und saniert. Ab Januar soll im einen Teil des Quartierzentrums der neue Mieter «Hotel & Gastro Formation» einziehen, eine Ausbildungsstätte für Gastropersonal. Ein neuer Wirt, der den Anwohnern der Fahrweid den beliebten Treffpunkt mit einem Restaurant sichert, wird von der Gemeinde demnächst gesucht. Aber bis dahin gibt es noch einiges zu klären.

Provisorium wurde abgelehnt

Wie beispielsweise ein Vorschlag des Quartiervereins Fahrweid. Dieser wollte – solange die Sanierung läuft und ein neuer Wirt gefunden ist – ein Provisorium einrichten. «Wir haben grob ein Konzept erarbeitet. Es ging darum einen provisorischen Treffpunkt im Pavillon des Quartierzentrums einzurichten. Dort hätten wir dann einen kleinen Snack wie beispielsweise Getränke sowie Wienerli mit Brot angeboten», sagt René Kobler, Präsident des Quartiervereins Fahrweid. Dieses Konzept wurde inzwischen der Gemeinde Weiningen eingereicht – und von den Zuständigen abgelehnt.

Gemeindepräsident Hanspeter Haug sagte auf Anfrage, dass solch eine provisorische Einrichtung im Pavillon nicht möglich sei: «Es hat feuerpolizeiliche Vorschriften, die eingehalten werden müssen», so Haug. Diesen Entschluss habe der Gemeinderat bei der letzten Gemeinderatssitzung von letzter Woche gefasst. Der Präsident des Quartiervereins Fahrweid zeigt sich damit jedoch nicht zufrieden. «Wir werden die schriftliche Absage und den Gemeinderatsbeschluss von der Gemeinde abwarten, dann schauen wir weiter», sagt Kobler. Denn Fakt sei, dass sich die Bevölkerung der Fahrweid einen Treffpunkt mit Verpflegung im Quartierzentrum wünsche, so der Präsident. Dies hätte die Abstimmung vom Februar gezeigt. Damals wurde die Vorlage abgelehnt, der Gemeinde die eigene Entscheidungskompetenz über die Nutzung des Quartierzentrums Föhrewäldli in der Fahrweid zu erteilen. Denn die Gemeinde plante einen Kindergarten sowie die «Hotel & Gastro Formation» in die Räumlichkeiten des Quartierzentrums einzuquartieren. Für ein Restaurant – so wie es bisher existierte – wäre dann kein Platz mehr gewesen. Parallel zur Abstimmung war überdies ein Rechtsstreit mit der ehemaligen Restaurant-Pächterin Ursula Beutler im Gang. Im Jahr 2012 erhielt sie von der Gemeinde eine Kündigung des Pachtvertrags, mit der Begründung, dass ihr Restaurant nicht gut laufe. Beutler wies dies von sich und rekurrierte bei der Schlichtungsstelle des Mietgerichts Bezirk Dietikon – jedoch ohne Erfolg (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Gutbürgerliche Küche

Auch wenn es in der Vergangenheit einiges zu klären gab und auch in der Zukunft noch vieles offen steht, der Wunsch der Anwohner, ein Restaurant im Quartierzentrum einzurichten, soll erfüllt werden. Zuerst müsse dafür das Quartierzentrum auf Vordermann gebracht werden: «Das ist erste Priorität. Danach werden wir auch den neuen Wirt suchen», so Hanspeter Haug.

Der Quartierverein Fahrweid ist sich indes sicher, was der neue Wirt im Quartierzentrum anbieten soll: «Eine gutbürgerliche Küche und nicht etwas Exotisches», so Kobler. Es soll ganz einfach wieder eine gemütliche Dorfbeiz sein. «Das hören wir regelmässig von der Bevölkerung. Ausserdem ist der Platz sehr beliebt und gilt seit Jahren als Hotspot der Fahrweider». Kobler: Es dürfte für einen Wirt sehr attraktiv sein, eine bestehende Kundschaft zu versorgen.

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