Schlieren
Das Projet Urbain lebt weiter – teilweise

Der Kaffee-Treff im Färberhüsli kann auch ohne Geld der Stadt aufrechterhalten werden.

Florian Niedermann
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Die Quartierbewohner in Schlieren Südwest haben das Färberhüsli gemeinsam mit Pfadis entrümpelt und wiederbelebt. Es bleibt als Treffpunkt erhalten. zvg

Die Quartierbewohner in Schlieren Südwest haben das Färberhüsli gemeinsam mit Pfadis entrümpelt und wiederbelebt. Es bleibt als Treffpunkt erhalten. zvg

Florian Niedermann

Wie ein aktueller Bericht des Schlieremer Stadtrats zeigt, können mehr Errungenschaften des Stadtteilentwicklungsprojekts «Schlieren Südwest» erhalten werden, als zu erwarten war. Denn im Oktober stoppte das Schlieremer Parlament das vom Bund unterstützte Projet Urbain abrupt. Der Gemeinderat genehmigte damals einen Kredit von jährlich 225 000 Franken nicht, mit dem das Pilot-Vorhaben weitergeführt und auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt werden sollte.

Die Stadt hatte im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprojekts während der letzten vier Jahre versucht, die Bevölkerung in den stark gewachsenen Quartieren im Südwesten mit sozialen Integrations- und Infrastrukturprojekten zusammenzuschweissen. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) und eine bürgerliche Mehrheit des Stadtparlaments stellten jedoch infrage, dass diese Massnahmen den gewünschten Nutzen gebracht hätten, und versagten ihre Zustimmung zum Kredit.

Die Folge: Den Anwohnergruppen, die sich seit 2012 im Projet Urbain engagiert hatten, wurde der Geldhahn zugedreht. Alle Vorhaben, die finanzielle Mittel benötigten, schienen dem Tod geweiht. In ihrem Bericht an das Stadtparlament, der den offiziellen Abschluss des Projekts bildet, führt die Exekutive nun aber den aktuellen Stand sämtlicher Teilprojekte auf und ergänzt diese mit Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Dabei zeigt sich, dass doch einige Teilprojekte auch ohne zusätzliches Geld der Stadt weitergeführt werden können. Eine Auswahl:

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