Die insgesamt 108 Startplätze waren schon vergangene Woche besetzt. Eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als es mit etwas mehr als 80 Anmeldungen doch einige Lücken gab. «Einziger Lichtblick war, dass wir uns im Vergleich zu 2017 steigern konnten, als wir 75 Teilnehmende hatten», sagt Severin Durrer.

Durrer ist seit diesem Jahr der OK-Präsident des Turniers. Er hat das Amt von Reto Just übernommen, der seinerseits dafür Durrers ursprüngliche Funktion, das Vereinspräsidium vom Tischtennisclub Urdorf, nun ausübt. « Da ich den Elan und die Motivation habe, das Turnier zu leiten, bin ich diesen Deal eingegangen», so Durrer. «Das Limmattaler Turnier ist für mich ein Teil vom TTC Urdorf. Ich kenne es seit meiner Kindheit und habe selber oft und äusserst gerne teilgenommen.»

Den Anstieg der Teilnehmerzahl erklärt sich Durrer in erster Linie mit dem Wechsel im Modus. Seit vergangenem Jahr hat man vom K. o.-Modus auf Gruppenspiele umgestellt. Damit hat jeder Teilnehmende eine gewisse Anzahl von Gruppenspielen garantiert, während er vorher theoretisch schon nach der ersten Partie ausscheiden konnte. «Der neue Modus scheint sich herumgesprochen zu haben», so Durrer. «Wir haben jetzt sogar eine Warteliste.»

Das Turnier der Aktiven boomt also. Beim Plauschturnier, das die Organisatoren ebenfalls im vergangenen Jahr zum 50-jährigen Jubiläum eingeführt haben, hofft man dagegen auf mehr Teilnehmende. 2018 waren rund zwei Dutzend dabei. «Dieses Jahr knacken wir hoffentlich die 30er-Marke», sagt Durrer. Wie viele am Samstag, 2. Februar, um 15 Uhr, wenn das Plauschturnier beginnt, tatsächlich in der Halle stehen werden, ist unklar. Im Gegensatz zur Kategorie der lizenzierten Spieler gibt es keine Anmeldefrist, man kann einfach vorbeikommen und spontan teilnehmen. «Am besten mit Sportbekleidung und, wenn vorhanden, mit Tischtennisschläger», sagt Durrer.

Auch beim Schülerturnier, das ebenfalls am nächsten Samstag stattfindet und um 13 Uhr beginnt, kann man spontan mitmachen. Und auch hier hofft man auf mehr Teilnehmende. Denn letztes Jahr zog das Schülerturnier weniger als ein Dutzend Nachwuchsspielerinnen und –Spieler an.

Beim TTC Urdorf sei die Zahl der Nachwuchsspieler dagegen konstant, so Durrer: «Wir haben seit etwa drei Jahren ein Dutzend Kinder und Jugendliche.» Allerdings sei der Übergang zu den Erwachsenen schwierig, wenn die Jugendlichen ins berufstätige Alter kämen. «Aber wir haben zwei, drei Jugendliche, die diesen Sprung gemacht haben und jetzt bei den Aktiven spielen», sagt Durrer.

Limmattaler mit mässigen Chancen

Die Cracks des TTC Urdorf würden bei ihrem Heimturnier natürlich am liebsten einen Podestplatz holen. Das ist im vergangenen Jahr Arthur Burda gelungen: Er wurde Zweiter in der Serie 1, der niedrigsten Kategorie gemessen an den ELO-Punkten, welche die Spieler nach deren Stärke klassifiziert. Doch in diesem Jahr ist er nicht dabei. Dafür spielt wieder Marcus Bischoff mit, Spielleiter beim TTC Urdorf.

Er wurde letztes Jahr ebenfalls Zweiter in der zweithöchsten Kategorie, der Serie 5, allerdings noch für den TTC Rüti. Diesmal startet er wieder für Urdorf. Ob er seinen Erfolg vom vergangenen Jahr wiederholen kann? «Schwierig zu sagen», sagt er. «Das ist auch von der Tagesform abhängig.» Daher hat sich Bischoff kein Ziel gesetzt: «Mir geht es mehr um den Spass und um die soziale Komponente.»

Diese sei am Heimturnier besonders gross: «Man kennt natürlich auch die Helferinnen und Helfer, mit denen man in der Pause jeweils reden kann. Das ist bei einem Auswärtsturnier nicht so.» In der höchsten Kategorie, der Serie 6, spielt mit Fabrice Dechipre ein weiterer Urdorfer mit Er belegte letztes Jahr den 15. Rang.

Aus dem Limmattal sind jedoch nicht nur Urdorfer dabei. Auch vom Tischtennisclub Dietikon-Weiningen werden einige mitspielen. Beispielsweise Peter Matt, der letztes Jahr in der höchsten Kategorie, der Serie 6, den zehnten Platz holte. «Er ist übrigens Passivmitglied beim TTC Urdorf», sagt Durrer. Rivalität zwischen den beiden Limmattaler Vereinen gäbe es keine: «Es ist ein sehr freundschaftliches Verhältnis.»

2020 eventuell mehr Teilnehmende

So oder so werden sich die Limmattaler gegen starke Konkurrenz behaupten müssen. Und diese könnte im nächsten Jahr noch grösser werden. Das Organisationskomitee spielt mit dem Gedanken, die Anzahl Teilnehmer zu erhöhen und noch eine Serie zu eröffnen «Das haben wir uns schon für dieses Jahr überlegt, als wir gesehen haben, dass es eine Warteliste gibt», so Durrer. «Aber wir wollen dieses Jahr noch abwarten.» Dabei sei der Zeitfaktor beim neuen Modus ausschlaggebend. «Deshalb werden wir bei der diesjährigen Ausführung vor allem ein Auge auf das Zeitmanagement werfen.»

Dazu muss aber erst noch entschieden werden, ob das Limmattaler Tischtennisturnier auch im nächsten Jahr durchgeführt wird. Das wird die Generalversammlung im Mai beschliessen. Die Chancen stehen laut Durrer aber gut: «Die maximale Teilnehmerzahl ist erreicht, und ich als OK-Präsident werde mich innerhalb des Vereins aktiv dafür einsetzen, dass das Turnier auch 2020 stattfindet.»