Schlieren

Das Lisebethli ist auch ein Grill: So schön war der grosse Umzug am Schlierefäscht

Die rund 1400 Teilnehmenden sorgten am grossen Schlierefäscht-Umzug mit ihren kreativen Ideen für viele staunende Gesichter.

Die präzisen Trommel-Rhythmen der Harmonie Schlieren durchbrachen das kunterbunte Treiben auf dem Wagi-Areal. Hier versammelten sich gestern die rund 1400 Teilnehmenden des Schlierefäscht-Umzugs. Pünktlich um 11 Uhr bogen die Musikerinnen und Musiker auf die Zürcherstrasse ein und führten den Tross Richtung Geissweid. Hinter der Harmonie reihten sich die 45 teilnehmenden Gruppen ein. Unzählige Zuschauer säumten den Weg, besonders beim Stadtplatz hatten sich grosse Menschentrauben angesammelt, ein Durchkommen wurde immer schwieriger. Sofort war ersichtlich, wie viel Mühe und Herzblut viele Umzugs-Gruppen in ihre Auftritte gesteckt hatten. Es war fast unmöglich, nur einzelne Höhepunkte herauszupicken. Das Umzugsmotto «Wir begrüssen das 2er-Tram» wurde von vielen aufgenommen.

Mitglieder der Mittefastenkommission aus Unterengstringen reichten Zuschauern aus ihrem liebevollen Nachbau des historischen Lisebethli Grillwürste. Die Schülerinnen und Schüler der Schlieremer Schulhäuser Grabenstrasse und Schulstrasse hiessen das neue Tram auf gebastelten Schildern willkommen und bei Insieme Limmattal & Amt lief eine menschliche Tramschlange mit. Auch das Original-Lisebethli und zwei weitere alte Trams erinnerten an den historischen Moment, an dem Schlieren wieder per Tram mit Zürich verbunden wird. Ein alter Saurer-Bus der Verkehrsbetriebe Zürich sorgte dafür, dass besonders viele Zuschauer ihre Handys für Erinnerungsfotos zückten.

Trychler und Feuerwehr waren nicht zu überhören

Nicht zu überhören waren die Auftritte der Gastregion Adelboden/Lenk/ Kandersteg und der Feuerwehr Schlieren. Die Gäste aus den Bergen kündigten sich schon von Weitem mit lauten Trycheln an, die Feuerwehrsleute liessen immer wieder die lauten Sirenen ihrer mitfahrenden Löschwagen aufheulen. Aus der Zeit gefallen schien der Aescher Gemeinderat, der die knapp einen Kilometer lange Strecke per Kutsche absolvierte. Mit ihren eleganten, historischen Kleidern wirkten sie wie Adelsleute. Für sportliche Höhepunkte sorgten die Turnerinnen des STV Schlieren, welche die kurzen Pausen für akrobatische Spontan-Aufführungen nutzten.

Auch musikalisch wurde viel geboten. Neben der Harmonie Schlieren traten die Stadtmusik und die Stadtjugendmusik aus Dietikon auf. Die Stadtjugendmusik Schlieren spielte gemeinsam mit der Jugendmusik rechtes Limmattal und der Kreismusik Limmattal zum Ende des Umzugs gross auf. Beim Trachtenchor Schlieren wurde gesungen. Den Abschluss bildeten städtische Werkhofmitarbeiter. Nicht etwa als Putzkolonne: Von ihrem Wagen reichten sie glücklichen Zaungästen am Strassenrand per Baggerschaufel eine Rose.

Nach rund anderthalb Stunden war das grosse Spektakel wieder vorbei und die vielen Zaungäste zogen weiter zu den Essens- und Getränkeständen, um die vielen Eindrücke und Erlebnisse zu verdauen.

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