Spreitenbach
Das Limmat Valley ist eine Erfolgsgeschichte – Wirtschaftspodium Limmattal mit neuem Rekord

Am 19. Wirtschaftspodium Limmattal stand das Limmat Valley im Fokus der Diskussionen. Gut 1000 Gästen nutzten den Anlass, um spannende Inputs zu gewinnen und sich mit anderen Wirtschaftskräften zu vernetzen.

Sandro Zimmerli
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Hier begrüsst OK-Präsident Fredi Pahr die gut 1000 Gäste am Wirtschaftspodium Limmattal. Ein neuer Rekord!
26 Bilder
Zum Start gabs gleich ein Zitat von Heinrich Heine: Stephan Klapproth moderierte unterhaltsam.
Carole Schoch und Brigitte Becker haben das Wirtschaftspodium organisiert. Mit der Planung für die 20. Ausgabe am 6. November 2019 haben sie schon begonnen.
Letztes Jahr hat er moderiert, dieses Jahr hat er zugehört: Reto Brennwald. Am Apéro war er im Gespräch mit Edi Cincera anzutreffen, dem Sekretär des Industrie- und Handelsvereins (IHV) Dietikon.
Das Dietiker Duo Roger: Stadtpräsident Roger Bachmann und der erfolgreiche DJ und Eventmanager Roger Zeindler.
Die junge politische Mitte aus Dietikon: Stadtrat Philipp Müller, Gemeinderätin Nadine Burtscher und Gemeinderat Michael Segrada.
Josef Wiederkehr, Präsident des Patronatsvereins IHV Dietikon, und Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Limmatstadt AG.
Wollen die Wirtschaftsräume Urdorf-Nord und Dietikon Silbern weiter voranbringen: der Urdorfer Planungs-, Bau- und Umweltvorstand Danilo Follador und Urs Jenny, Präsident der Dietiker IG Silbern.
Ein aufgestelltes Gemeindepräsidenten-Quartett: Ralf Dörig (Bergdietikon), Susanne Voser (Neuenhof), Valentin Schmid (Spreitenbach) und André Bender (Oberengstringen).
Auch die Regionale 2025 war am regionalen Wirtschaftspodium, hier Geschäftsleiter Peter Wolf und Mitarbeiterin Carmen Simon – unter dem Hashtag #wipo2018 twitterte auch sie fleissig mit.
Geniessen das Podiumsznacht zusammen: Thomas Landis, Präsident des Gewerbevereins Schlieren, Kirstin Lindsey, Dieter Wyss, Nationalrat Gregor Rutz, Mirjam Peter (UBS) und Kantonsrat Rochus Burtscher.
Der Aargauer Finanzdepartementsvorsteher Markus Dieth, die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner und der Schlieremer Planungs- und Bauvorsteher und Limeco-Verwaltunsgratspräsident Stefano Kunz.
Der Unterengstringer Gemeinderat Yiea Wey Te zusammen mit einer grossen Weininger Gemeinderatsfraktion: Harry Landis, Mario Okle, Brigitte Schai, Thomas Mattle und Heinz Brunner.
Blick aufs heilige Pult: Grossleinwand, Mikrofone – alles hat bestens funktioniert.
Spannender Gesprächspartner: Der Bergdietiker Selfmade-Unternehmer und Philosoph Werner Kieser bringt mit seiner Kieser Training AG Hunderttausende in Form.
Die Moderation durch Stephan Klapproth kam gut an.
Ist das Limmat Valley eine Erfolgsgeschichte? Darüber diskutierten in der Umweltarena Spreitenbach Roger Nitsch, Mitgründer und CEO der Neurimmune Holding AG, Werner Kieser, Gründer der Kieser Training AG, Moderator Stephan Klapproth, Dieter Meier, Musiker, Künstler und Unternehmer sowie Carlo Centonze, CEO und Mitgründer der HeiQ Materials AG.
Wirtschaftspodium Limmattal 2018
Den Limmat-Tower in Dietikon hätte er auch gerne gebaut, sagte der ehemalige Implenia-CEO Anton Affentranger in seinem Referat.
«Schweizweit können nur wenige Regionen mit der Dynamik des Limmattals mithalten», die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner.
«Das Limmattal ist nicht nur ein spannender Innovations- und Wirtschaftsstandort. Es bietet auch Lebensqualität für uns Menschen», sagte der Aargauer Regierungsrat Markus Dieth.
Das Networken ist ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftspodiums. Innert kurzer Zeit kommen hunderte Wirtschaftskräfte miteinander ins Gespräch.
Die Ohren gespitzt: In der Umweltarena hatte es genug Platz für die rund 1000 Teilnehmer.
Dieses Jahr fand das Wirtschaftspodium erstmals in der Umweltarena Spreitenbach statt in der Stadthalle Dietikon statt.
Nächstes Jahr kommt es zum Jubiläum: Das Wirtschaftspodium findet dann bereits zum 20. Mal statt.
Den 6. November 2019 kann man sich also schon im Kalender eintragen.

Hier begrüsst OK-Präsident Fredi Pahr die gut 1000 Gäste am Wirtschaftspodium Limmattal. Ein neuer Rekord!

Alex Spichale

«Die Schweizer haben Gefühle, so erhaben wie ihre Berge, aber ihre Ansichten der Gesellschaft sind so eng wie ihre Täler», schrieb einst Heinrich Heine. Die Aussage des deutschen Dichters diente Moderator Stephan Klapproth als Ausgangspunkt seiner Gedanken über das Limmattal, das anders als Heine es unterstellt, weltoffen und innovativ sei. Und auch die anderen Teilnehmer am 19. Wirtschaftspodium, das dieses Jahr erstmals in der Umweltarena Spreitenbach über die Bühne ging, zeigten, dass das Limmattal, oder das Limmat Valley, wie es am Mittwochabend in Anlehnung an das Silicon Valley genannt wurde, schon einige Erfolgsgeschichten geschrieben hat und weiter schreibt.

Da wäre etwa jene des Fitness-Pioniers Werner Kieser. Der Bergdietiker eröffnete 1963 sein erstes Studio in Dietikon, ehe er vier Jahre später die Kieser Training AG gründete. Der gelernte Schreiner hat im Keller des Vaters seine ersten Fitnessgeräte zusammengebaut. «Die ersten Schweissnähte sahen fürchterlich aus», sagte Kieser auf dem Podium, das von Roger Nitsch, Mitgründer und CEO der Neurimmune Holding AG sowie Professor am Institut für Regenerative Medizin, Carlo Centonze, CEO und Mitgründer der HeiQ Materials AG und dem Unternehmer, Künstler und Musiker, Dieter Meier komplettiert wurde.

Mit einer Wanderung fing es an

Ähnlich wie Kieser, also wie Schreiner, die lernen zu schweissen, kamen sich auch Centonze und sein Kollege Murray Height vor, als sie ihr mittlerweile in Schlieren ansässiges Unternehmen gründeten. Begonnen hatte alles während einer fünftägigen Wanderung auf dem Lukmanierpass, als sich die damaligen Freundinnen der Unternehmensgründer über den Gestank der T-Shirts ihrer Partner beschwerten. «Als Ingenieure waren wir im Stolz getroffen. Da haben wir uns gesagt, dass man dieses Problem mithilfe der Wissenschaft sicher lösen könne», sagte Centonze. So hätten sie sich des Problems angenommen und begonnen langlebige nachhaltige Textilien zu entwickeln, die unter anderem nicht mehr stinken.

Bei Nitsch war es ein Spitalpraktikum während des Medizinstudiums, das ihn dazu bewog sich der Alzheimerforschung zu widmen. «Da war ich erstmals schockiert. Zwei Drittel der Menschen auf meiner Station hatten Demenz. Also genau jene Krankheit, die das Organ zerstört, dessentwegen ich begann Medizin zu studieren», sagte Nitsch. Inzwischen sei so man so weit, dass man, wenn alles gut laufe, in ein bis eineinhalb Jahren das erste Medikament gegen Alzheimer habe. Wie Centonze arbeitet auch Nitsch in Schlieren. Ein gutes Pflaster für innovative Ideen, wie er findet. «Zwei der fünf werthaltigsten Pharmaentwicklungen kommen aus Schlieren», so Nitsch.

Anders als bei den anderen Podiumsteilnehmern verlief die bisherige Karriere von Meier. «Ich bin jemand, der die Dinge auf sich zukommen lässt», sagt er. Deshalb seien Boris Blank, sein Partner bei Yello, und er ein ideales Paar. «Er lebt im Studio und ich darf jedes halbe Jahr als Gast dort sein. Hartnäckig an etwas dran bleiben würde mich wahrscheinlich unglücklich machen», so Meier. Nur dank der zufälligen Begegnung mit Blank sei er Musiker geworden. Seine ersten Versuche in Punkbands seien eher katastrophal verlaufen. «Wir gingen auf die Bühne und begannen erst dort zu üben», sagte Meier. Bei all dem, was er mache und sei es noch so zufällig entstanden, sei er von Zürich geprägt.

Die Dynamik des Tals beeindruckt

Nicht in Zürich, sondern in Wettingen zu Hause ist der Aargauer Regierungsrat Markus Dieth (CVP), der zu Beginn des Podiums zu den gut 1000 Gästen – ein neuer Besucherrekord – sprach. Auch er strich die Vorzüge des Limmattals heraus. «Das Limmattal ist nicht nur ein spannender Innovations- und Wirtschaftsstandort. Es bietet auch Lebensqualität für uns Menschen», sagte er und wies darauf hin, dass wir erst am Anfang einer Entwicklung stünden. «Das Limmattal hat erst begonnen sich als Tal zu definieren. Die Zukunft aber verspricht viel.»
Fasziniert von der Region zeigte sich auch die Zürcher Regierungsrätin Silvia Steiner (CVP). «Die Gemeinden im Limmattal nehmen enorme und kostspielige Integrationsleistungen vor», sagte sie. Schweizweit gebe es nur wenige Regionen, die mit der Dynamik des Limmattals mithalten können. Auch Anton Affentranger, Gründer und Präsident des Verwaltungsrates der Affentranger Associates AG und ehemaliger CEO der Implenia AG, ist von der Entwicklung des Limmattals angetan. Er verwies auf das neue Spital und den Limmat-Tower, zwei Gebäude, die auch er gerne gebaut hätte.

Und so konnte Fredi Pahr, OK-Präsident des Wirtschaftspodiums die eingangs gestellte Frage, ob das Limmat Valley eine Erfolgsgeschichte sei, mit einem klaren Ja beantworten.

Jetzt in die Agenda eintragen:

Die nächste Ausgabe des Wirtschaftspodiums Limmattal ist bereits die zwanzigste. Dieses Jubiläum findet statt am 6. November 2019, wiederum in der Umweltarena Spreitenbach.

Der Blick zurück

Das Wirtschaftspodium Limmattal 2017 in 17 Bildern:

Soll sich die Schweiz mehr abschotten oder globalisiert denken? Das diskutierten am 18. Wirtschaftspodium Limmattal in der Stadthalle Dietikon Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin, Nicolas Zahn, Co-Präsident Operation Libero, Moderator Reto Brennwald, Hans-Ulrich Meister, Präsident Implenia AG und Thomas Matter, SVP-Nationalrat.
17 Bilder
Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin und Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft
Nicolas Zahn, Co-Präsident der Operation Libero, während der Podiumsdiskussion.
SVP-Nationalrat Thomas Matter während der Podiumsdiskussion.
Implenia-Präsident Hans-Ulrich Meister.
Der Rektor der Universität Zürich, Michael Hengartner, während seinem Einstiegsreferat.
Moderator Reto Brennwald.
Die Dietiker Stadthalle war voll bis auf den letzten Platz.
Haben gut lachen: Thomas Roth, Credit Suisse, Jasmina Ritz, Limmatstadt AG und Felix Obrist, F. Hunziker AG.
Schlieremer Exekutivmitglieder unter sich: Pierre Dalcher und Manuela Stiefel.
Pierre Dalcher (Schlieremer Stadtrat und Kantonsrat) trifft auf Manuela Stiefel, Schlieremer Stadträtin, und Ruth Haug von Haug Weine mit Ehemann Hanspeter Haug, Weininger Gemeindepräsident.
Reto Siegrist, Dietiker CVP-Gemeinderat, mit Horst Fäber von der Dietiker Firma Färber und Schmid AG
Limmattaler Standortförderer unter sich: Albert Schweizer (links, Schlieren) trifft auf Michael Seiler (Dietikon).
Die Urdorfer Gemeinderäte Andreas Herren und Sandra Rottensteiner zusammen mit dem Birmensdorfer Gemeindepräsidenten Werner Steiner und Patrick Müller, Leiter Stab der Gemeinde Urdorf.
In guter Laune: Josef Wiederkehr, Dietiker CVP-Kantonsrat, Bauunternehmer und Präsident des Dietiker Industrie- und Handelsvereins (IHV), trifft auf Urs Jenny von der IG Silbern.
Dietrich Pestalozzi von der Dietiker Firma Pestalozzi + Co. mit Barbara Angelsberger, Vizepräsidentin der FDP des Bezirks Dietikon
Wirtschaftspodium Limmattal

Soll sich die Schweiz mehr abschotten oder globalisiert denken? Das diskutierten am 18. Wirtschaftspodium Limmattal in der Stadthalle Dietikon Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin, Nicolas Zahn, Co-Präsident Operation Libero, Moderator Reto Brennwald, Hans-Ulrich Meister, Präsident Implenia AG und Thomas Matter, SVP-Nationalrat.

Sandra Ardizzone