Ziemlich hektisch geht es auf der Weide «Plong Vaschnaus» zu und her. Hunderte Kinder, Jugendliche und Betreuer sind an diesem gemeinsamen Korpstag unterwegs. Bei Spass und Spiel sammeln sie Zauberbohnen, um der bösen Magie zu trotzen. Dabei gestalten die einzelnen Abteilungen grundsätzlich die Tagesprogramme frei. Zwischendurch gibt es gemeinsame Anlässe.

Zu spüren bekommen die Pfadfinder auch die Auswirkungen des heissen Sommers. «Absolutes Feuerverbot» heisst es auf Warntafeln im Gelände. Und so müssen die Mahlzeiten fortan in der Küche der Zivilschutzanlage Domat/Ems zubereitet werden. Das gemeinsame Essen darf dabei aber nicht zu kurz kommen. «Das gemeinsame Essen auf der grossen Wiese ist einmalig», findet die Köchin Iris «Caipi» Leuzinger, «da kommt nämlich ein Gemeinschaftsgefühl auf.» Als es wenige Tage später wieder regnet, ist die Freude verständlicherweise gross. «Halleluja – endlich kommt der Regen», jubiliert die Lagerleitung mit Diego «Filou» Steiner und Sarah «Saïda» Münst.

Gerade für die Leiter bedeutet ein so grosses Lager, nicht nur Ferien. «Mit den Kleinen im Sommerlager ist es schon etwas anstrengender», sagt Pascal «Puma» Zehnder, Leiter der URO-Wölflistufe. Würden sie beispielsweise eine Heuschrecke sehen, rennen sie dem Tier nach. «Hier läuft einfach sehr viel. Darum sind sie sehr schnell abgelenkt», so der 20-jährige Maurer. Für ihn seien der Lageraufbau mit dem Turm sowie der gemeinsame Korpstag das Highlight gewesen. «Ich find es jedoch schade, dass wir nicht mehr feuern und keine Fackeln mehr anzünden dürfen.»

Auch den Lagerneulingen gefällt es. «Am Korps-Parcours und am 24-Stunden-Game hatte ich sehr viel Spass. Auch den Lagerturm finde ich cool», sagt der 12-jährige Livio Monn aus Urdorf. Für den neunjährigen Jamie «Stich» Pilloud ist es bereits das dritte Lager: «Das Nummerngame und die Waldparty mit Disco und Tanz fand ich richtig cool.» Zufrieden ist auch der 20-jährige Abteilungsleiter Alex «Ozelot» Neff, der als Helfer im Lager dabei ist: «Ich find es ganz toll, mit all den Leitern spannende Sachen zu organisieren, an denen hoffentlich alle Freude haben.» Bei den Abenteuern sei er halt weniger dabei, so der gelernte Schreiner von der Dietiker Pfadiabteilung St. Ulrich.