Uitikon
Das Kammerorchester La Folia läutet den Advent ein

Das Kammerorchester La Folia, geleitet von Mirion Glas, trat bereits zum dritten Mal für die Kinderhilfe Uitikon auf. Gespielt wurden fünf Werke vom Barock bis zur Neuzeit. Schöne Musik und erst noch für den guten Zweck.

Christian Murer
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Kammerorchester La Folia läutet den Advent ein
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Kammerorchester La Folia
Kammerorchester La Folia

Kammerorchester La Folia läutet den Advent ein

Christian Murer

Begonnen hatte alles im Jahr 1963: Der Obdachlosenpfarrer Ernst Sieber amtete zu dieser Zeit als Dorfpfarrer. «Von ihm kam damals der Impuls, die Kinderhilfe Uitikon ins Leben zu rufen», sagte Carl A. Ziegler, der Präsident des Vereins, beim Apéro. «Wir sind sehr stolz, dass wir dieses ausgezeichnete Laienorchester erneut motivieren konnten, am Vorabend des ersten Advents bei uns mitzumachen», sagte Ziegler und fuhr fort: «Ich glaube, dass wir dem Publikum mit diesem Konzert einen hochrangigen und stimmungsvollen Anlass bieten konnten.»

Die Höhepunkte des fünfviertelstündigen Konzerts waren die beiden Posaunenwerke. Wunderschön feinfühlig interpretierte der Chinese He Haiyang das Konzert für Posaune von Georg Christoph Wagenseil. Vor allem bei den Kadenzen brillierte der 35-jährige Solo-Posaunist des Zürcher Tonhalleorchesters. Ein weiteres Highlight war die Romanze für Soloposaune und Streicher von Carl Maria von Weber, die Lennart de Winter auf seiner Tenorposaune souverän aufspielte. Der 25-jährige Holländer bildet sich zurzeit an der Hochschule der Künste in Zürich weiter. «Die beiden jungen Solisten zeigten in der akustisch hervorragenden St. Michaelskirche eine fantastische Leistung», sagte Carl A. Ziegler nach dem Konzert. Besonders bei den Anfangs- und Schlussstücken von Ernest Bloch und Antonio Vivaldi habe das Orchester sehr sicher, dynamisch und ausdrucksstark gespielt.

Durch Kinderhilfe ermöglicht

Markus Hoppler, Gemeinderat von Uitikon-Waldgegg, sagte: «Ich finde es ausgezeichnet, dass uns die Kinderhilfe einmal mehr ermöglicht, ein solch grossartiges Kammerorchester in dieser vorweihnachtlich-besinnlichen Zeit zu geniessen.» «Da geht einem nicht nur das Herz auf, sondern ebenso die Spendierfreudigkeit», meinte der Uitiker Finanzvorstand hoffnungsfroh. Bei He Haiyang sei es ihm «kalt den Rücken hintergelaufen», so Hoppler. Auch der Urdorfer Arzt Lorenz Schmid sagte: «Erstaunt war ich über die beiden Sätze von Franz Liszt, die ich so überhaupt nicht gekannt habe.» Beeindruckt hätten ihn auch die beiden Posaunenstücke von Wagenseil und Weber.

Barbara Furrer aus Ringlikon-Waldegg schliesslich gefiel die Weber-Romanze von de Winter ganz speziell. Sie sagte: «Ich bin sehr gerne hierhergekommen. Erstens, weil das Konzert für einen guten Zweck ist, und zweitens, weil mich das angenehme Programm auf den Advent einstimmte.»