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«Das Jubiläum ist ein Moment, um zurückzuschauen»: neue Chronik zur Limmattaler Planungsgeschichte

Freuen sich über die allererste Chronik der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL): ZPL-Vizepräsident Paul Studer (Oetwil), ZPL-Fachplaner und Chronik-Autor Heinz Schröder, ZPL-Präsident Otto Müller (Dietikon) und ZPL-Sekretär Matthias Räber.

Freuen sich über die allererste Chronik der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL): ZPL-Vizepräsident Paul Studer (Oetwil), ZPL-Fachplaner und Chronik-Autor Heinz Schröder, ZPL-Präsident Otto Müller (Dietikon) und ZPL-Sekretär Matthias Räber.

Heinz Schröder hat die 60-jährige Geschichte der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) aufgearbeitet. Das Ergebnis ist jetzt erhältlich.

Zu ihrem 60. Geburtstag verschenkt die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) eine Chronik zu ihrer Geschichte. Im November 2017 hatte die ZPL hierzu einen Kredit in der Höhe von 60'000 Franken gesprochen. Es ist die erste ZPL-Chronik überhaupt. Verfasst hat sie Heinz Schröder. Einen kompetenteren Autor hätte man sich kaum wünschen können. Denn in der 60-jährigen Geschichte der ZPL ist Schröder erst der zweite Fachplaner. 1991 folgte er auf den ersten Fachplaner Robert Sennhauser, der 1958 angefangen hatte.

Als die ZPL entstand, war die Planung der Autobahn das grosse Thema. Die Gemeinden wurden sich damals bewusst, dass sie eine gemeinsame Stimme brauchen, mit der sie koordiniert und geeint beispielsweise auch gegenüber dem Bund auftreten können. So auch vor ein paar Jahren, als sich die ZPL mit Erfolg gegen das Gateway-Projekt in Dietikon wehrte. Grosse Planungen gibt es im Limmattal zuhauf. Vor allem seit mit der Eröffnung der Spanisch-Brötli-Bahn zwischen Zürich und Baden im Jahr 1847 klar wurde, dass die Ost-West-Verbindung von und nach Zürich durchs Limmat- und nicht durchs Furttal führt – so wie später die A1.

«Das Limmattal hat eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Die ZPL hat diese Entwicklung begleitet und geprägt», sagte der Dietiker alt Stadtpräsident und ZPL-Präsident Otto Müller gestern im Dietiker Stadthaus, als er zusammen mit Vorstandskollegen, Fachplaner Schröder und Sekretär Matthias Räber die neue Chronik vorstellte. «Die Geschichte geht weiter. Herausforderungen sind auch in der Zukunft da. Das Jubiläum ist aber ein Moment, um zurückzuschauen», sagte Müller. Zu den grossen Themen gehören heute mitunter der geplante Neubau der Limmattaler Kehrichtverwertungsanlage in Dietikon, die Limmattalbahn oder geplante Verbesserungen beim Langsamverkehr.

Für die Chronik stieg Schröder ins ZPL-Archiv: «Es war ein Haufen Material und wir mussten eine Auswahl treffen.» Neben einer historischen Übersicht mit Zeitstrahl und einer Auswahl der spannendsten Zahlen gibt es insbesondere vier Themenschwerpunkte: die Autobahnplanung, der öffentliche Verkehr, der Wandel des Limmattals vom Industriestandort zum attraktiven Wohnstandort und das Spannungsfeld zwischen Siedlungsentwicklung und Freihaltung respektive Naherholung.

Der ZPL sei es ein Anliegen, ihre Planung transparent zu machen und damit zu den Leuten zu gehen, sagte Müller. Die 62-seitige Chronik dürfte hierzu ein gutes Vehikel sein. 1000 Exemplare wurden von der Haderer Druck AG in Unterengstringen gedruckt. Sie sollen frei erhältlich sein in den Gemeinde- und Stadthäusern. Gestaltet wurde die Chronik von der Firma Mettier Kommunikation aus Urdorf.

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