Schlieren

Das Jahreskonzert bot viel Originelles — die Stadtjugendmusik hat das Publikum begeistert

Die Stadtjugendmusik Schlieren lud in die Aula des Schulhauses Reitmen. Mit viel Abwechslung begeisterte sie das Publikum.

Unter dem Motto «Revival» stand das diesjährige Jahreskonzert der Stadtjugendmusik Schlieren am Samstagabend. Zum zweiten Mal wurde es von Anton Shaposhnyk aus der Ukraine geleitet. Er dirigiert die Stadtjugendmusik sowie die ­Junior Band seit Oktober 2018. Zur Eröffnung lief die Stadtjugendmusik über die «Golden Bridge». Und das Stück «Terra di Montagne» war eine Hommage an die wunderschöne Landschaft der Tiroler Berge. Ebenso im Rampenlicht standen beispielsweise «The Gladiators» von Hans Zimmer.

Die Junior Band spielte Melodien aus der amerikanischen Musikkomödie «Mamma Mia» und auch mit ihrer Interpretation des Songs «Money Money» aus dem Jahr 1976 zollte sie der schwedischen Popgruppe Abba Tribut. Originell und charmant führten Angelo Kunz und Soori Sellan durch den Abend.

Die Tambouren der Kreismusik Limmattal – geleitet von Raffael Hotz – eröffneten ihr Konzert mit dem von Hotz komponierten «Jubiläumsmarsch». Beim «Fladenbrot zum Znüni» brillierten die Drummer mit ihren blauen Leuchtstäben. Den «Newspaper Groove» von Daniel Rogger bestritten sie ausschliesslich mit gerollten Zeitungen als Schlaginstrumenten. Originell war ebenso der «Röhrensamba» von Roman Lombriser – dargeboten mit farbigen Plastikröhren. Es war ein überaus beglückendes und hochstehendes Jahreskonzert, das mit viel Applaus belohnt wurde.

Der Dirigent spielte ein Klarinetten-Solo

Nach dem eindrücklichen Konzert sagte Dirigent Anton Shaposhnyk beim vielfältigen Kuchenbuffet: «Wir haben uns sehr intensiv mit diesem Jahreskonzert auseinandergesetzt. Etwa fünf Monate habe ich mit den Kindern und Jugendlichen dafür geprobt.» Ihm selber hätten alle Stücke gefallen, doch die Auswahl der berühmten Melodien aus der «Golden Swing Time» beeindruckten ihn besonders. «Ich habe sehr tolle Kinder und Jugendliche», sagte er, «und das Konzertieren mit ihnen bereitet mir sehr viel Spass.» Der 28-jährige Shaposhnyk spielte selber auch noch mit einem Klarinetten-Solo meisterhaft auf.

Die SJMS spielt unter Leitung von Anton Shaposhnyk

Die SJMS spielt unter Leitung von Anton Shaposhnyk

Sonja Sendor aus Urdorf, deren Sohn Livio bei den Tambouren spielt, sagte nach dem Konzert: «Ich fand das heutige Stadtjugendmusik- und Tambouren-Konzert sehr abwechslungsreich. Es ist toll, dass so viele junge Leute zusammen Musik machen. Bei den Tambouren fand ich den ‹Newspaper Groove› und den ‹Röhrensamba› sehr originell. Bei der Stadtjugendmusik hat mir die Orchesterversion des Lieds ‹079› von Lo & Leduc mit den vielen Soli besonders gut gefallen.»

Auch Urs Dannenmann aus Urdorf war vom Jahreskonzert angetan: «Heute haben mich zwei Sachen ganz besonders gefreut. Das eine ist das Engagement der Jugendlichen aus Schlieren und Urdorf, die wirklich super gespielt haben.» Ihm habe vor allem die Junior Band gefallen, die ebenfalls ausgezeichnet musiziert habe. «Für mich macht der junge Dirigent Anton Shaposhnyk einen sehr guten Job», so der Präsident des Musikvereins Harmonie Urdorf.

Die Tambouren der Kreismusik Limmattal – geleitet von Raffael Hotz – eröffneten ihr Konzert mit dem von Hotz komponierten «Jubiläumsmarsch».

Die Tambouren der Kreismusik Limmattal – geleitet von Raffael Hotz – eröffneten ihr Konzert mit dem von Hotz komponierten «Jubiläumsmarsch».

Die Urdorferin Rebecca Steiner fügte an: «Ich finde den Dirigenten super, der die Stadtjugendmusik sehr gut übernommen hat. Dieses Jahr fand ich die Tambouren total originell.» Bei der Junior Band habe ihr das Stück «Money Money» von Abba sehr gut gefallen.

Zu den Stadtjugend­musik-Fans gehört auch Stefano Kunz: «Das war ein ganz toller Abend. Man sieht hier die ­Wichtigkeit und den Wert der Jugendarbeit. Was sich in diesen anderthalb Jahren entwickelt hat, ist für mich unglaublich und ­äusserst wertvoll.» Das «A.L. Webber Portrait» am Schluss habe ihn am meisten beeindruckt, so der Schlieremer Stadtrat.

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