Oetwil

Das Jahr begann in Oetwil feierlich neben Naturschönheiten

In der Gemeindescheune haben sich die Oetwiler über gute Vorsätze und über heimische Blumen ausgetauscht.

Passend zum Jahreswechsel konnten sich die Gäste beim Neujahrsapéro in Oetwil gleich der zwanzigsten Ausgabe einer Ausstellung widmen. Seit 2001 gehört es zur Tradition, dass die Gemeindescheune am 2. Januar in ein kleines Museum umgewandelt wird. An grossen Stellwänden sind Bilder und Informationen aufgehängt, die thematisch immer mit der Gemeinde in Verbindung stehen. Diesmal stand die Natur im Fokus.
Das ganze Jahr über hat alt Gemeindepräsident Paul Studer für diese Ausstellung heimische Blumen auf dem gesamten Gemeindegebiet fotografiert und beschriftet. «Ich habe diese Arbeit gleich mehrfach unterschätzt», sagte er. So sei es für ihn zuerst schwierig gewesen, überhaupt scharfe Bilder zu knipsen und dann sei er als Laie auch noch an seine Grenzen gestossen, weil er ohne Fachwissen eine korrekte Beschriftung vornehmen wollte.

Google ist bei Zuordnungen nur bedingt eine Hilfe

«Ich habe es mit der Bilderkennungsfunktion von Google versucht. Das hatte zur Folge, dass ich jeweils einen Namen hatte, aber dass es gleichzeitig hiess, es könnte auch eine ganz andere Blume sein», erzählte er. Am Ende habe ihm aber Ruedi Hunziker aus Brugg, ein Experte auf dem Gebiet, bei der Zuordnung geholfen. Insgesamt 117 verschiedene Pflanzen wurden präsentiert. Alle Sorten waren auch mit dem lateinischen Namen angeschrieben. «Diese grosse Anzahl hat mich erstaunt; ich habe nicht mit so vielen Exemplaren gerechnet», meinte Studer weiter.
Das Thema kam gut an: «Ich muss Paul Studer wirklich ein grosses Kompliment machen», äusserte sich Besucherin Marlies Schumacher zu den farbenfrohen Tafeln. «Ich bin naturverbunden und deshalb gefallen mir diese Blumenbilder sehr.» Es sei toll, dass alle Fotos nach Monaten geordnet wurden. «So ist ersichtlich, zu welchem Zeitpunkt die Pflanze blüht.» Beim Betrachten werde sie an die schöne Zeit erinnert, als sie in der Pfadi aktiv gewesen sei. In dieser Zeit konnte sie auch viel Wissen über die Welt der Blumen erwerben. Sie wohne seit dreissig Jahren in Oetwil und habe in all den Jahren noch keinen Neujahrsapéro verpasst. Es sei immer schön, mit allen anzustossen.

Auf die Bewohner wartet ein Jahr der Interaktion

Es herrschte eine gemütliche Stimmung und nach dem Mittag gesellten sich noch Familien mit Kindern dazu. Dazu gab es feine Häppchen. «Für mich wird es ein Jahr der Interaktion», sagte Gemeindepräsidentin Rahel von Planta (FDP) in ihrer Ansprache. «Die Einwohner können sich beispielsweise an einem Wettbewerb beteiligen und Bilder, die im Dorf entstanden sind, einsenden», erklärte sie. Das neue Jahr bedeute eine neue Ära. Von Planta freut sich besonders auf das grosse Kellerfest-Jubiläum im Herbst. Danach lobte sie die Ausstellung und zitierte den Maler Henri Matisse: «Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.» Sie selbst sei über die vielfältige Flora in Oetwil erstaunt.
Auch Erwin Bühler (FDP), Präsident der Rechnungsprüfungskommission, ergriff das Wort: «Paul Studer hat ein weiteres Mal eine Ausstellung auf die Beine gestellt, die seinesgleichen sucht.» Auch er wünschte im Anschluss allen Gästen ein gesundes, schönes neues Jahr.

Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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