Rekrutenspiel
«Das hohe Niveau des Rekrutenspiels ist wirklich grossartig»

Unter dem Motto «Jetzt erst recht» konzertierte das Rekrutenspiel 16-1 im Brüelmattsaal. Unübersehbar hingen die Zürcher, Schweizer und die Birmensdorfer Fahnen im Bühnenraum. Unter Trommelwirbeln zogen die 55 Rekruten in den Brüelmattsaal.

Christian Murer
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Rekrutenspiel 16-1
15 Bilder
Waldhornspieler des Rekrutenspiels 16-1
Teil des Rekrutenspiels 16-1
Tromptenregister des Rekrutenspiels 16-1
Kontrabassspieler des Rekrutenspiels 16-1
Posaunenregister des Rekrutenspiels 16-1
Tambouren des Rekrutenspiels 16-1
Fagottist des Rekrutenspiels 16-1
Klarinettist des Rekrutenspiels 16-1
Hauptmann Werner Horber in der Pause mit dem ehemaligen Gemeindepraesidenten Jakob Gut und Gattin
Floetisten des Rekrutenspiels 16-1
Fagottregister des Rekrutenspiels 16-1
Euphoniumregister des Rekrutenspiels
Cornetspieler des Rekrutenspiels 16-1
Alt- und Bariton-Saxophonregister des Rekrutenspiels 16-1

Rekrutenspiel 16-1

Limmattaler Zeitung

Unübersehbar hingen die Zürcher, Schweizer und die Birmensdorfer Fahnen im Bühnenraum. Unter Trommelwirbeln zogen die 55 Rekruten in den Brüelmattsaal. Darunter war die einzige Frau, Piccolo- und Querflötistin Stefanie Rupp aus dem sankt-gallischen Plons: «Es macht echt Spass, in dieser zusammengewürfelten Männerwelt zu spielen.»

Allerdings müsse sie sich schon recht anpassen, so die Pflegefachfrau. Auch sie rückte Anfang März in die Rekrutenschule nach Aarau ein. Im Rahmen einer musikalischen Schweizerreise präsentierte das Rekrutenspiel nach 14 Wochen Ausbildung in Birmensdorf erst das zweite Konzert.

Höchstklassige Harmoniemusik

Mit dem Schweizerpsalm eröffneten die jungen Talente den Abend. Die musikalische Reise führte unter anderem nach Amerika, Deutschland, Italien, Tschechien und ins südliche Mexiko. Den Höhepunkt des Abends bildete das 15-minütige Stück «Windows of the World» von Peter Graham. Da fühlte man sich buchstäblich im Amazonas, lauschte dem Vogelgezwitscher im Urwald, genoss die aufgehende Sonne oder schlenderte singend und spielend auf einem Erdenspaziergang.

Dabei mussten die Percussionisten und der Schlagzeuger im wahrsten Sinne mehr als zwei Hände haben. Zwischendurch zauberten die sechs Tambouren mit ihren Schlegeln vieleckige Wirbel auf ihre Trommeln. Mit dem Sechseläuten-Marsch schloss Hauptmann Werner Horber den Konzertabend mit traditionellen Blasmusik-Märschen, Transkriptionen von klassischen Werken und ebenso höchstklassigen Harmoniestücken.

So richtig Spass am Musizieren

Werner Steiner sagte nach dem Konzert: «Ich bin begeistert von diesen jungen Musikanten, die in dieser kurzen Zeit so tolle Stücke einübten.» Die Werke seien zum Teil sehr anspruchsvoll und schwierig gewesen. «Das hohe Niveau dieses Rekrutenspiels ist wirklich grossartig», so der Birmensdorfer Gemeindepräsident.

Auch Dirigent Werner Horber war zufrieden: «Heute Abend hatte ich das Gefühl, dass das Spiel alles übertroffen hat und es ihnen so richtig Spass bereitete zu musizieren.» Die Jungs hätten sich erstmals zurücklehnen und die Musik so richtig geniessen können. Und Werner Horber fügte an: «Am Freitag, 21. Juni, werden wir in Aarburg zur Eröffnung des aargauischen Musikfestes ein Platz- und Galakonzert geben.»

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