Zur Eröffnung hielt Stadtpräsident Otto Müller eine Ansprache, in der er die zentrale Funktion des Platzes hervorhob: «Der Rapidplatz ist das Herz des Limmatfelds, und zwar eines, das lebt und nicht aus Stein ist.»

«Kleine Stadt» in der Stadt

Mit dem Platz sei der Name der Firma Rapid nun in Stein gemeisselt, so Müller. Er erinnere an die Industriegeschichte Dietikons und weise gleichzeitig in die Zukunft. Freiräume wie der Rapidplatz würden die Gegend bereichern, wo dereinst Wohnraum, Geschäfte und Schulraum aufeinandertreffen sollen. Weiter betonte Müller, dass «unsere kleine Stadt», wie das Limmatfeld auch genannt werde, bereits ein fester Bestandteil Dietikons geworden sei. «Man lebt hier nicht hinter den sieben Gleisen, sondern nimmt direkt am Stadtleben teil.»

Das sieht auch Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter Unternehmungen, so: «Ich bin überzeugt, dass sich die Bewohner hier wohlfühlen und ein Stück Heimat finden werden.» Er zeigt sich ob der Entwicklung zufrieden: «Das Leben fängt langsam an, zu pulsieren.» Auch Jean-Claude Maissen, Vertreter der Investoren Credit Suisse Real Estate Fund Green Property und Living Plus, ist zufrieden: «Wir glauben an das Potenzial des Limmatfelds. Immerhin sollen hier dereinst 3000 Leute wohnen und 2000 Arbeitsplätze generiert werden.»

Müller lobte in seiner Rede die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten, die mit viel Mut und Geduld um gute Lösungen ringen würden, um die Vision von neuem Stadtteil zu realisieren. Dem pflichtete auch Balz Halter bei: «Die Zusammenarbeit war nicht immer einfach, aber immer sehr konstruktiv. Die Resultate können sich sehen lassen.»

Beide dankten auch dem ehemaligen Stadtpräsidenten Hans Bohnenblust, der sich nach «einigem an Überzeugungsarbeit» auf das Projekt eingelassen und somit den Weg für ein zukunftsträchtiges, lebenswertes Quartier geebnet habe. «Der Stadtrat wird sich auch weiter für die Vision vom Limmatfeld energisch einsetzen», so Müller. Der nächste Meilenstein sei nun der Bau von Schulen. «Damit soll das Limmatfeld auch für Familien attraktiver werden.»

Stein für Stein zum neuen Stadtteil

Die Familien wurden am Fest mit verschiedenen Attraktionen willkommen geheissen: Neben Zirkusvorstellungen wurden Streichelzoo, Hüpfburg, Ponyreiten, Kinderschminken und verschiedene Verpflegungsstände angeboten. Der bereits fertiggestellte Teil des Platzes kam bei der Bevölkerung gut an (siehe Umfrage). Besonders geschätzt wird die Verschränkung von Einkaufsmöglichkeiten und einem Ort zum Verweilen.

Zugleich bewies der Rapidplatz seine Tauglichkeit in der Funktion als Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers und der Stadt. Der nördliche Teil des Rapidplatzes soll zusammen mit der Vollendung des gesamten Limmatfelds im 2016 fertiggestellt sein. Dann wird er sich über eine Fläche von rund 6000 Quadratmetern erstrecken – das ist doppelt so gross wie der Zürcher Paradeplatz.

Innert wenigen Jahren sei hier ein imposanter, urbaner Platz entstanden, sagte Halter. Müller: «Die Steine passen heute fugenlos und nahtlos zusammen.» Die Steinmetaphorik zog sich durch die Eröffnungsansprache: Nicht nur wurde die Übergabe des Rapidplatzes als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Limmatfelds gefeiert; Jean-Claude Maissen betonte auch, dass zum Gelingen eines grossen Projekts wie diesem «Stein auf Stein gelegt werden muss, damit am Schluss ein Ganzes entsteht».

In diesem Sinne wurde dem Stadtpräsidenten ein symbolisches Behältnis, gefüllt mit Belagsmaterial des Platzes, überreicht. Müller scherzte: «Jeder Meilenstein besteht aus vielen kleinen Teilen. Und ich bin überzeugt, dass es hier keinen Sand im Getriebe hat.»