Geroldswil
Das Hallenbad putzt sich heraus

In gut zwei Monaten startet das sanierte und aufgewertet Hallenbad Geroldswil in die Herbstsaison. Der Rohbau steht, doch für die Eröffnung muss das Hallenbad noch eingekleidet und schön gemacht werden.

Florian Schmitz
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Das Wasser prüft die Dichte des Becken-Fundaments.

Das Wasser prüft die Dichte des Becken-Fundaments.

Das grosse Becken ist zwar wieder mit Wasser gefüllt, sehr einladend wirkt es aber nicht. Das totalsanierte und aufgewertete Hallenbad in Geroldswil befindet sich noch im Rohbau. Die Wassermassen fungieren nur als Dichtetest. Besteht das Becken diesen, wird das Wasser nach insgesamt 14 Tagen wieder abgelassen. Anschliessend werden die Keramikplatten verlegt.

Noch kann man sich auf der von Beton dominierten Baustelle nicht vorstellen, dass hier in gut zwei Monaten wieder Badegaste ein- und ausgehen werden. Aber Chefbademeisterin Maya Werder, welche die Sanierungsarbeiten begleitet, lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen: «Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen und das Bad am 18. Oktober öffnen können.»

Ihr Optimismus kommt nicht von ungefähr, hat sich im letzten halben Jahr doch sehr viel getan. Der Garderobenbereich wurde ausgehöhlt und neu eingeteilt, die Becken wurden saniert und auch die lichtdurchflutete Ecke für das neue Kinderplanschbecken ist schon weit fortgeschritten. Kurzum: Das Fundament des aufgewerteten Hallenbads steht, nur die Verkleidung fehlt noch.

Am Tag der offenen Baustelle führen Maya Werder und ihr Team interessierte Besucher durch den Rohbau und beschreibt, wie das fertige Bad im Herbst aussehen wird. «Hier wird die Schwitzkabine eingebaut», sagt die Bademeisterin und zeigt auf eine leere, graue Ecke im Saunabereich. Jetzt hängen noch überall Kabel aus den Decken, doch bis zur Eröffnung wird dieser Teil des Bads mit Holzwänden verkleidet.

Im nächsten Raum steht das Fundament für das Abkühlbecken. Eine Besucherin ist ob des Anblicks erfreut, denn das Becken wurde entgegen ihren Befürchtungen nicht gestrichen, sondern aufgrund der neuen Kneipanlage bloss etwas verkleinert. Trotz der kahlen Wände ist die Stimmung gemütlich. Während im Hintergrund vereinzelte Arbeiter zu hören sind, wird am Eingang zu Kaffee und Kuchen rege diskutiert.

Doch mit der Ruhe wird es bald vorbei sein. Mit dem Ende der Sommerferien beginnt der Endspurt: «Nächste Woche wird es räbble auf der Baustelle», sagt Werder. Dies ist auch nötig, denn bis Mitte Oktober wartet noch viel Arbeit.

Alle Keramikplatten müssen noch verlegt, der Strom eingezogen und die Wände gestrichen werden. Auch die Decke ist noch im Rohbau. Eine Herausforderung stellt die neue Kletterwand dar, die von einem speziellen Kran in das Gebäude reingehievt wird. «Deshalb muss ein Stück der Fassade offenbleiben», erklärt Werder. Auch die grosse Fensterfront besteht derzeit nur aus Rahmen, das Glas wird nächste Woche geliefert.

Am Wochenende vom 15. und 16. November wird das renovierte Hallenbad mit diversen Attraktionen und einem Schwimmwettbewerb für Limmattaler Kinder festlich eingeweiht. Dann sind alle Interessierten eingeladen, sich von den Neuerungen zu überzeugen. «Die ganze Badi wurde an allen Ecken und Enden aufgewertet. Das beginnt beim offeneren Eingangsbereich und dem Eintrittssystem», erzählt Werder. Dank modernem Kartensystem und Garderobeschränken mit Münzen können regelmässige Schwimmer grüssend an der Kasse vorbeispazieren.

Ein wichtiger Punkt bei der Aufwertung des Hallenbads ist die Ausrichtung auf Familien. «Wir wollen kein reines Spass- oder Sportbad sein. Unser Ziel ist es, dass Familien sich bei uns wohlfühlen.» Neue Attraktionen wie das Kinderplanschbecken für die Kleinsten und die Kletterwand für abenteuerliche Kinder und Jugendliche setzen dieses Konzept um, damit für jede Altersgruppe Angebote bestehen.

Maya Werder kann es selbst kaum erwarten, bis es wieder losgeht: «Ich freue mich sehr auf meine Arbeitskollegen und alle neue und alte Kunden.» Mit einem Lachen fügt sie hinzu: «Und natürlich auch, dass ich wieder selbst im Bad schwimmen kann.»