Dietikon

Das «Grüezi» hat ein neues Gesicht: So will die neue Pächterin des Kafis durchstarten

Nach fast einem Jahr wurde das Kafi Grüezi an der Florastrasse in Dietikon am 2. Juni wiedereröffnet. Neu ist es in den Händen von Susanna «Susi» Mustafa.

Nach fast einem Jahr wurde das Kafi Grüezi an der Florastrasse in Dietikon am 2. Juni wiedereröffnet. Neu ist es in den Händen von Susanna «Susi» Mustafa.

Susanna «Susi» Mustafa betreibt seit Kurzem das Kafi Grüezi in Dietikon. Und erfüllt sich so ihren Traum.

Nachdem das Kafi Grüezi in Dietikon fast ein Jahr lang geschlossen blieb, ist es nun seit dem 2. Juni wieder offen. Neu wird das Kafi an der Florastrasse im Dietiker Zentrum von Susanna «Susi» Mustafa betrieben. Die 40-Jährige aus Wohlen erfüllt sich damit den langersehnten Traum von einer eigenen Gastwirtschaft. «Ich liebe meinen Job im Service und kann ihm nun endlich selbstständig nachgehen. Das wollte ich schon immer», sagt sie.

Anfang Jahr machte ein Freund sie auf das «Grüezi» aufmerksam, das einen neuen Pächter suchte. Damals arbeitete sie noch im Story-Pub in Urdorf. Dort war sie 10 Jahre lang angestellt. Mustafa bewarb sich als Pächterin für das Kafi in Dietikon und konnte am Vorstellungsgespräch überzeugen. Noch bevor das Coronavirus die Schweiz mitsamt der ganzen Gastronomie lahmlegte, unterschrieb sie den Pachtvertrag für das Kafi.

Sie hängte neue Bilder auf

Den Namen sowie ein Grossteil der Ausstattung des «Grüezi» übernahm sie. Dennoch gab es vor der Neueröffnung einiges zu tun. Die neue Pächterin nähte sich eine Schürze mit dem Namen des Kafis drauf. In der Küche schraubte sie neue, geschlossene Hängeschränke an die Wand, damit das Geschirr für die Gäste nicht mehr sichtbar ist. Sie hängte neue Bilder auf und schmückte das Innere des Kafis mit Blumen. Auf der Terrasse stellte sie neue Tische und Stühle auf. Grundsätzlich ist sie im Moment zufrieden mit der Ausstattung, doch hat sie bereits einige Ideen, wie sie das Kafi in Zukunft Schritt für Schritt weiter nach ihren Wünschen gestalten kann. «Den Terrassenboden könnte man irgendwann noch verbessern», sagt sie.

Der Name des «Grüezi» ist geblieben. Das Innere wurde mit neuen Bildern und Blumen geschmückt.

Der Name des «Grüezi» ist geblieben. Das Innere wurde mit neuen Bildern und Blumen geschmückt.

Mit dem Verlauf der ersten drei Wochen ist Mustafa vollends zufrieden. Zu Beginn habe ihr die Lage mit dem Coronavirus etwas Sorge bereitet: «Die Leute hatten ein wenig Angst rauszugehen.» Ausserdem hätten viele nicht gewusst, dass das Kafi wieder offen ist. Deshalb verteilte sie Flyer in den Briefkästen in der Umgebung.

Mittlerweile konnte die Betreiberin des Kafis schon einige Stammgäste für sich gewinnen, die teilweise sogar mehrmals am Tag vorbeikommen. Sie kennen das «Grüezi» noch von früher und seien überglücklich, dass das Kafi wieder geöffnet hat. «Ich kann mit den Gästen immer lachen. Sie reden mit mir, als würden wir uns schon seit vielen Jahren kennen», sagt sie.

Das Kafi ist bis auf Sonntag an jedem Tag offen. Meist von 8 bis 19 Uhr und am Donnerstag und Freitag bis 21 Uhr. Neben Kaffee und Kuchen bietet Mustafa auch selbstgemachte Mini-Sandwiches oder Piadini an. Ab nächster Woche will sie auch Kugelglace in einer Vitrine bereitstellen.

Sie will bis zur Pension bleiben

Die Pächterin arbeitet zurzeit noch alleine im «Grüezi» und kommt fast täglich ins Kafi. Das mache ihr aber nichts aus. Die Arbeit hier sei wie auf sie zugeschnitten. «Ich rede immer und überall gerne mit den Leuten. Wenn ich im Kafi arbeite, aber auch wenn ich in der Stadt shoppen gehe», sagt sie. Diese Offenheit habe sie von ihrem Vater geerbt. Dieser hatte ebenfalls lange als Kellner gearbeitet.

Mustafa plant, noch lange im Kafi Grüezi zu bleiben: «Mein Ziel ist es, zu arbeiten und zu arbeiten. Und dann kann ich in 25 Jahren hier in Pension gehen.»

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