Schlierefäscht
Das grosse Schlussfurioso: Hunderte rote Nasen reckten sich gen Himmel

Zehn Tage lang feierte die Stadt Schlieren sich selbst. Am Sonntag fand nun der Schlussakt statt. Auf eine heisse Sambashow folgte eine Überraschung des OKs.

Florian Niedermann
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Schon vor dem Beginn des Anlasses auf der Live-Im-Park-Bühne waren viele Gesichter mit roten Nasen geschmückt
17 Bilder
OK-Präsident Rolf Wild und Clown Mugg führten durch den Schlussevent
Die Truppe um Clown Mugg zeigte akrobatisches
Von diesem Feuerwehrkran aus machte OK-Fotograf die Luftaufnahme des Pulks mit den roten Nasen
Sie heizten dem Publikum ordentlich ein - die Samba Tanzgruppe Brazil Dance aus Schlieren
Viel Haut und wenig Stoff - Brazil Dance am Abschlussevent
Von der ersten Sekunden an tanzte das Publikum mit der Sambatanzgruppe mit
Die brasilianischen Rhythmen rissen das Publikum mit
Bunte Kostüme begeisterten das Schlieremer Publikum
Brasilianische Lebensfreude in Schlieren
Nach dem Bühnenauftritt mischten sich die Tänzerinnen und Tänzer auch ins Publikum
Die Tänzerinnen haben das Motto des Rote-Nasen-Events offenbar kapiert
Die Sambatänzerinnen fassten Kinder an den Händen und tanzten mit ihnen
Die Funktionäre liessen Hunderte von roten Ballonen in den Himmel steigen
Das OK selbst überraschte das Publikum mit einer Perkussions-Performance, mit der es die Urdorfer Sängerin Edona begleiteten
Am Ende feuerte das OK auch noch eine Papierfetzen-Kanone ab
Abschlussevent am Schlierefäscht 2015

Schon vor dem Beginn des Anlasses auf der Live-Im-Park-Bühne waren viele Gesichter mit roten Nasen geschmückt

Florian Niedermann

Als wären zehn Tage Fest nicht genug: Mehrere hundert Besucher strömten noch einmal ins Schlieremer Zentrum, um den grandiosen Abschluss des Schlierefäschts zu feiern. Bei der Live-Im-Park-Bühne fand am Nachmittag der feierliche Abschluss-Event der Aktion «Roti Nase» statt, deren Reinerlös der Urdorfer Behindertenstiftung Solvita zugutekommt.

Das ganze Schlierefäscht über hat das Organisationskomitee eifrig rote Clown-Nasen à je fünf Franken an die Besucher verkauft. Und wo auch immer man auf dem Platz vor der Bühne hinblickte, in fast jedem Gesicht prangte ein rotes Schaumstoffrund. OK-Präsident Rolf Wild wusste zwar noch keine exakten Zahlen. Er sagte aber: «Am Samstag waren schon weit über 4000 Nasen verkauft. Ich gehe davon aus, dass bis zum Ende 5000 weggehen werden.»

Viele dieser Clown-Utensilien, die so gut zum Festmotto «Schliere lacht» passen, wurden zum Schluss effektvoll in Szene gesetzt: Von der Plattform eines Kranfahrzeugs der Schlieremer Feuerwehr aus machte OK-Fotograf Sandro Barbieri eine Luftaufnahme des Pulks vor der grossen Bühne – Hunderte Zuschauer reckten ihre Gesichter mit den roten Nasen gen Himmel und lachten in die Kamera. Man darf auf die Bilder gespannt sein.

Davor ging es auf und vor der Bühne heiss zu und her: Die Schlieremer Samba-Tanzgruppe «Brazil Dance» brachte das Publikum mit viel Haut, bunten Kostümen und brasilianischen Rhythmen mit ihrer Show innert Sekunden zum Tanzen. Nach ihrer Darbietung mischten sie sich gar in die Menge und heizten dieser bei ohnehin sommerlichen Temperaturen zusätzlich ein.

Das OK klopfte den Rhythmus

Schliesslich sorgte auch das OK für eine Überraschung: Mit Plastikbechern bewaffnet setzten sich über 20 Funktionärinnen und Funktionäre an improvisierte Tische auf der Bühne und begleiteten die Urdorfer Sängerin «Edona» beim Song «When I’m Gone» mit der Perkussions-Performance aus der Filmkomödie «Pitch Perfect» (2012). Das Publikum dankte es ihnen mit tosendem Applaus.

Clown «Mugg», der den Schlussevent moderierte, und OK-Präsident Wild bedankten sich beim «grossartigen Publikum» für sein zahlreiches Erscheinen während der vergangenen zehn Tage. «Es ist unglaublich, dass es trotz der Tausenden von Leuten, die hier gefeiert haben, keinen einzigen negativen Zwischenfall gegeben hat.

So etwas gibt es nur in Schlieren», sagte Mugg. Sicherheitsvorstand Pierre Dalcher, der im Publikum stand, bestätigte, dass es – auch dank der Präsenz von Polizei und Sicherheitspersonal – nie zu einer Schlägerei gekommen sei.

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