Das Gericht lässt dank Kooperation Milde walten

Dieter Minder
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Bezirksgericht Sie erhalte eine milde Strafe, weil sie gestanden habe und sich der Untersuchung kooperativ gezeigt habe, sagte der Einzelrichterin zur Beschuldigten. Die Frau hatte sich gestern – im abgekürzten Verfahren – vor dem Bezirksgericht Dietikon zu verantworten. Sie hatte ihren Arbeitgeber, einen grösseren Lebensmitteldiscounter, mehrfach geschädigt. Dabei sei die Angeklagte nicht sehr raffiniert vorgegangen, wie der Richter festhielt. Denn bald stellte der Arbeitgeber fest, dass Sachen fehlten und es kam zur Anzeige.

Die Angeklagte akzeptiert das Urteil

Die gestrige Verhandlung dauerte, inklusive Beratung durch das Gericht, knapp 40 Minuten. Die Angeklagte akzeptierte das Urteil, das dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprach. Sie wurde zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Deren Vollzug wurde mit einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Zudem muss die Frau dem geschädigten Unternehmen über 35 000 Franken Schadenersatz bezahlen sowie die Gerichtskosten- und gebühren übernehmen.

Mehrfach wies der Einzelrichter die Angeklagte auf die Bedeutung der Probezeit hin: «Ist Ihnen bewusst, was das heisst?» Auf deren Bejahung hin betonte er, dass sie sich zum Beispiel kein schweres Delikt im Strassenverkehr zuschulden kommen lassen dürfe. Abschliessend wurde der Angeklagten attestiert, dass sie ansonst unbescholten sei und in geordneten Verhältnissen lebe.