«Etwas vom Wertvollsten beim Spielen eines Instrumentes ist das gemeinsame Musizieren. Das Zusammenspiel mit anderen Instrumentalisten ist eine grosse Bereicherung», sagte Musikschulleiterin Daniela Jordi bei ihrer Begrüssung vor den über zweihundert Anwesenden. «Dieses vereinigte Musizieren motiviert, fördert die soziale Kompetenz, entwickelt den Teamgeist und schafft gemeinsame Erlebnisse», zeigte sich Jordi überzeugt.

Ganz viele dieser gemeinsamen Erlebnisse schuf in den fünfviertel Stunden das abwechslungsreiche Konzertprogramm. Es begann mit zwei Stücken des Zwischenkorps der Stadtjugendmusik Dietikon – geleitet von Rico Felber. Einer der Höhepunkte war gewiss das Ensemble Klarinettissimo, das sich Anfang Februar mit dem bekannten und gebürtigen Dietiker Klarinettisten Daniel Schneider einen Tag lang intensiv mit Klezmer-Musik befasste. Der Auftritt am Samstag war gleichermassen ein kleiner Einblick in die Arbeit an diesem Tag.

Der verdiente Applaus

Unter der Leitung von Eva-Maria Burkard spielte das Ensemble Cellibassi bekannte Melodien wie «The Basso» oder «Hevenu shalom alechem». Auch der «Tango für Elise» mit dem Blockflötenensemble – geleitet von Ann Allen und Silke Gwendolyn Schulze – erntete wie die meisten der elf Auftritte den verdienten Applaus.

Rico Felber dirigiert das Zwischenkorps der Stadtjugendmusik Dietikon

Rico Felber dirigiert das Zwischenkorps der Stadtjugendmusik Dietikon

Weitere bunte Farbtupfer im Melodienstrauss waren die beiden Schlagzeug-Duos, der poppige Mix aus dem Musikschulhaus-Keller, das Stück «Jazzy» mit Violoncello und Klavier sowie das Gesangsensemble. Den mitreissenden Schlusspunkt setzten die drei Musiker Silvan Fischbacher an der Klarinette, Matthias Zadory am Violoncello und Elisabeth Kolar am Flügel. Die drei Interpreten spielten aus «Acht Stücke» op. 83 die Werke 6 und 7 von Max Bruch. Die Leitung hatten Eva-Marie Burkard, Daniela Jordi und Elisabeth Kolar.

Daniela Jordi leitet das Klezmer-Medley

Daniela Jordi leitet das Klezmer-Medley

«Das Konzert hat gezeigt, wie viel Freude es bereitet, Musik zusammen zu spielen. Dann macht sogar das Üben mehr Spass», sagte der 23-jährige Klarinettist und ETH-Student Silvan Fischbacher. «Die Vielfalt am Konzert war dieses Jahr besonders gross – ein echt bunter Strauss», fügte Musikschulleiterin Daniela Jordi nach dem Konzert an.

Und CVP-Stadtrat Reto Siegrist doppelte nach: «Die Freude der Kinder und jungen Erwachsenen beim Musizieren war ansteckend und freute mich sehr.» Gemeinsam Musizieren verlange Leidenschaft, Präzision, Engagement, Training, Rücksicht und einiges mehr. «All dies haben uns diese Musikantinnen und Musikanten erleben lassen», so der Dietiker Schulvorstand.