Geroldswil
Das Foyer der reformierten Kirche wird zum Treffpunkt

Geroldswil wird bald um einen Treffpunkt reicher sein. Das Konzept für eine Begegnungsstätte im Foyer der reformierten Kirche steht und wurde von der Kirchenpflege bereits bewilligt. Nun steht die Umsetzung an.

Sandro Zimmerli
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Das Foyer der reformierten Kirche wurde bislang wenig genutzt. KSC

Das Foyer der reformierten Kirche wurde bislang wenig genutzt. KSC

Die Eröffnung ist für den 28. August geplant. Ziel ist es, dass aus dem Foyer ein Begegnungsort für die Bevölkerung wird, an dem in ungezwungener Form bei Kaffee und Kuchen über Gott und die Welt geredet werden kann. Bislang wurde das Foyer nur für den Kirchenkaffee nach Gottesdiensten, für Apéros, beispielsweise bei Seniorenvorträgen, und einmal im Jahr für den Basar genutzt. Dies soll sich mit dem Treffpunkt ändern.

Freiwillige führen den Treffpunkt

Erarbeitet wurde das Konzept von Claudia Jud im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Fachschule für Sozialmanagement. «Damit die Arbeit anerkannt wird, muss ein Konzept ausgearbeitet und danach auch umgesetzt werden», so Jud. Deshalb ist sie derzeit damit beschäftigt, alles für die Eröffnung vorzubereiten. Dazu gehört auch Freiwillige zu finden, die den Treffpunkt betreuen. «Es haben sich bereits Frauen gemeldet. Unser Team besteht jetzt aus insgesamt sechs Personen», sagt Jud. Zudem hätte sie von vielen anderen Freiwilligen das Angebot erhalten, bei Engpässen auszuhelfen. «Mich freut es, dass die Idee auf so viel Anklang stösst», hält sie fest.

Der Treffpunkt wird vorerst von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Insgesamt soll die Begegnungsstätte während 44 Wochen im Jahr für Besucher offen sein. Das kulinarische Angebot umfasst Kaffee, Tee und verschiedene Softgetränke. Alkohol wird keiner ausgeschenkt. Zudem werden Gipfeli, Weggli, Kuchen und salziges Gebäck angeboten. «Daneben ist geplant, dass die Kirche während der Öffnungszeiten des Treffpunkts ebenfalls offen ist. So haben die Besucher die Möglichkeit, sich für ein paar ruhige Minuten dorthin zurückzuziehen», sagt Jud. Weiter sei vorgesehen, christliche Bücher und Zeitschriften zur Lektüre aufzulegen.

Versuchsphase bis Ende Februar

«Den kleinen Besuchern wollen wir Spielsachen und einen Spielraum zur Verfügung stellen», so Jud. Für Besucher, die den Wunsch nach Vernetzung hätten, versuche man entsprechende kircheninterne oder auch öffentliche Beratungsstellen zu vermitteln.

Bis es so weit ist, muss das Foyer allerdings noch eingerichtet werden. «Wir haben bereits die Tische abgeschliffen und das Basar-Nähteam hat viele farbenfrohe Kissen für die Sofas und die schöne alte Kirchenbank genäht», sagt Jud. Bauliche Veränderungen werde das Foyer jedoch nicht erfahren.

Eine erste Versuchsphase des Treffpunktes dauert bis Ende Februar 2013. «In diesem halben Jahr können die nötigen Anpassungen vorgenommen werden», so Jud. Es mache für alle Beteiligten, Sinn dann einen Gedankenstopp einzuschalten, um weitere Entscheidungen zu treffen.