Dietikon
Das Fotoarchiv zeigt jetzt einen Blick in die Dietiker Geschichte

In der Ausstellung «AnsichtsSache» gewährt das Ortsmuseum seinen Besuchern einen Einblick ins städtische Fotoarchiv. Im nachgebauten Archiv können Besucher etwa in ausziehbaren Kartonschubladen alte Fotos betrachten.

Florian Schmitz
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Das Fotoarchiv in Dietikon ist offen
4 Bilder
Josef Hinder eröffnet die Ausstellung AnsichtsSache im Dietiker Ortsmuseum
In den Kartonschachteln, die die Besucher selber durchstöbern können, ist ein Grossteil der rund 24000 Bilder aufbewahrt
Dia-Betrachtungsgeräte auf dem Stadtplan gewähren besondere Einsichten

Das Fotoarchiv in Dietikon ist offen

Florian Schmitz

Pünktlich zur feierlichen Eröffnung der neuen Fotoausstellung «AnsichtsSache Dietikon - Das Ortsmuseum öffnet das Fotoarchiv» herrschten wohlige Temperaturen. Bevor die zahlreich erschienenen Besucher in der interaktiv ausgerichteten Ausstellung selbst Hand anlegen durften, führten Museumsleiterin Dora Müller und die Historikerin Verena Rothenbühler in die Geschichte der Exposition ein. Unterstützt wurden sie von den beiden Musikern Christina Fuchs und Patrik Zäh mit den Klängen ihrer Euphonien, tiefe Blechblasinstrumente aus der Familie der Bügelhörner.

Besondere Ehre gebührte anschliessend Josef Hinder, der die Ausstellung mit seinem unermüdlichen Einsatz als Fotograf und Archivar überhaupt erst möglich gemacht hatte.

Die Präsentation der ausgewählten Bilder wirkt aufgeräumt und durchdacht - die konzeptuelle Zusammenarbeit mit der studierten Ausstellungsdesignerin Ute Schweizerhof macht sich bemerkbar. Alle drei Haupträume haben einen klaren Fokus und laden zum Entdecken ein. Im nachgebauten Fotoarchiv können Besucher in ausziehbaren Kartonschubladen alte Fotos betrachten. Im Nebenraum ist Dietikon auf einem grossen Stadtplan abgebildet.

In die Vergangenheit eintauchen

Kleine Dia-Betrachtungsgeräte lassen die Besucher in die Vergangenheit der Stadt eintauchen und sind geografisch auf der Karte verortet. So lässt sich die Entwicklung vom beschaulichen Dorf zum modernen Dietikon beobachten. Interaktivität ist bei der Fotoausstellung grossgeschrieben: Die Organisatoren wollen nicht bloss den Entdeckergeist der Besucher fördern, sondern die Stadtbevölkerung darüber hinaus motivieren, die Bildersammlung mit eigenen Eindrücken zu erweitern. Im dritten Raum können Interessierte unter dem Motto «Wir sind Dietikon» eigene Fotografien mit kurzen Beschreibungen einreichen und die Ausstellung so mitprägen.

Dank der Pionierarbeit von Karl Heid und dem seit Jahrzenten unentwegt fleissigen Josef Hinder verfügt das Fotoarchiv des Ortsmuseums über fast 24 000 Bilder. Im Jahresrhythmus werden die präsentierten Bilder ausgetauscht und bieten folglich im Laufe der Zeit immer wieder neue Impressionen. Die Vernissage am Samstag markierte bereits einen gelungenen Start in die Ausstellung. Mit lauschigen Sitzgelegenheiten im Garten der Museumsvilla, Bratwürsten und Getränken, darunter drei von Hans-Heinrich Bachofen speziell für den Anlass gebraute Biersorten, lud die Veranstaltung zum gemütlichen Verweilen und Austausch ein.

Fussnote: Interessierte können sich die Ausstellung im Ortsmuseum jeweils Sonntag 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr anschauen.