Ranko Acimovic wird ab dem 1. September im Föhrewäldli ein Restaurant eröffnen, wie an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag verkündet wurde. Acimovic wirtet seit 24 Jahren, die letzten zehn davon im Restaurant Altburg in Regensdorf.

Diesen Betrieb wird er voraussichtlich noch bis im Juni 2016 weiterführen: «Organisiert man sich richtig, dann wird das sicherlich nicht allzu stressig», sagt er. Was sein neues Restaurant in Weiningen angeht, hat Acimovic bereits genaue Vorstellungen: «Wir bieten gutbürgerliche Küche mit Spezialitäten vom Steinofengrill.»

Für die Gemeinde sei dies ein Glücksfall, wie Finanzvorstand Rolf Bärenbold (FDP) erklärt. Sieben Interessenten hätten sich auf die Pacht-Ausschreibung gemeldet, doch Acimovic habe mit seinem Konzept überzeugt.

«Nebst dem, dass wir Schweizer Küche für das Föhrewäldli wollten, sind auch seine Betriebszeiten in unserem Sinn», so Bärenbold. Das Föhrewäldli wird nur abends und am Wochenende geöffnet sein, tagsüber wird die Küche von «Hotel und Gastro Formation» genutzt.

«Dass diese beiden Betriebe aneinander vorbeikommen, war uns sehr wichtig», sagt er weiter und fügt an, dass das Bedürfnis nach Mittags- oder Nachmittagsservice in der Fahrweid nicht vorhanden sei.

Gastroschule für Stellensuchende

Im Januar feierte die «Hotel und Gastro Formation» die Eröffnung ihrer Gastroschule. In Zusammenarbeit mit der regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) Dietikon werden dort Ausbildungsplätze für Arbeitssuchende angeboten.

Das Kursprogramm mit dem Titel «Perfecto Futura» bietet jeweils 18 Kursplätze in den Bereichen Küche und Service und dauert gesamthaft 27 Tage. Dieselben Angebote gibt es bereits in neun Kantonen. Für die Kosten kommt das RAV sowie die drei Träger der «Hotel und Gastro Formation» auf.

Ein eigenes Restaurant betreibt die «Hotel und Gastro Formation» im Föhrewäldli derweil nicht. «Die Arbeitssuchenden kochen und bedienen sich untereinander», sagt Heinz Gerig, der die Perfecto-Ausbildungen seit ihrer Entstehung im Jahr 1996 leitet.

Das Ziel: Eingliederung in den Arbeitsmarkt: «Unsere Abgänger erhalten ein Zertifikat, das in der ganzen Schweiz anerkannt ist und ihnen die Stellensuche erleichtern soll», so Gerig.

Die Chancen stehen gut, dass um das Föhrewäldli nun endlich Ruhe einkehrt. Die Pläne des Weiniger Gemeinderates, selber über die Nutzung des Quartierzentrums zu bestimmen, sorgte in der Fahrweid für Unruhe.

Die Angst war gross, künftig ohne Quartierrestaurant dazustehen. Im Februar 2014 scheiterte diese Vorlage zur Freude des Quartiervereins an der Urne. Im September letzten Jahres zog sich dann die langjährige Pächterin Ursula Beutler zurück. Der Grund: Unstimmigkeiten mit der Gemeinde.

Quartierverein zufrieden, aber ...

Nun, da das Restaurant im September seine Türen öffnet, müsste der Quartierverein zufrieden sein. Auf Anfrage sagt QV-Präsident Hans-Ulrich Furrer, dass der Vorstand die Lage neu beurteilen würde, wenn dann das Restaurant geöffnet habe.

«Aus unserer Sicht gibt es noch einige offene Fragen», fügt er an. So sei beispielsweise zu klären, ob es in der Fahrweid tatsächlich kein Bedürfnis nach Mittags- und Nachmittagsservice gebe. «Auch häufen sich die Stimmen, die eine Wiedereröffnung des alten Restaurants am heutigen Standort der Schule verlangen.»