Schlieren
Das erste Schlierenfest machte die grosse Geburtstagsfeier möglich

Die Jubilarin ist schon etwas in die Jahre gekommen. Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Aber feiern, das kann sie noch immer. Anlässlich ihres 40. Geburtstages tat sie dies ausgiebig!

Franziska Schädel
Drucken
Teilen
Sandbühl
9 Bilder
Heidi Angst, sie war von Anfang an dabei
Warten auf die Rede des Stadtpräsidenten
Happy Birthday Sandbühl
Caroline Fallast: Es geht um die Wurst
Eintrittsticket zu Kaffe und Kuchen
Zaubereien zum Geburtstagsfest
Endlich Kuchen
Stadtpräsident Toni Brüehlmann gratuliert

Sandbühl

Franziska Schädel

Sie alle warteten gespannt auf die Rede des Stadtpräsidenten. Toni Brühlmann windete den Mitarbeitenden des Alters- und Pflegeheims ein Kränzchen: «Das Sandbühl wurde in den vergangenen 40 Jahren für viele Schlieremerinnen und Schlieremer zur Heimat, wo sie professionell, aber darum nicht weniger liebevoll und umsichtig begleitet und betreut werden». Brühlmann erinnerte auch daran, dass die Stadt das Grundstück, auf welchem das Sandbühl gebaut wurde, damals für 40 Franken pro Quadratmeter erwerben konnte, ein Betrag, der 1968 anlässlich des ersten grossen Schlierenfests von den Vereinen als Gewinn erwirtschaftet und der Stadt zur Verfügung gestellt worden war.

«Es war ein weitsichtiges und mutiges Projekt», so Brühlmann. Dann blickte der Stadtpräsident auch kurz in die Zukunft und sprach die Bestrebungen an, im Hinblick auf die geplante Totalsanierung oder den Neubau des Pflegezentrums des Spitals Limmattal, Synergien zu nutzen. Die Verantwortlichen der Stadt, so Brühlmann, befassten sich seit längerem intensiv mit den Fragen rund um das Leben im Alter. Die Fragestellungen seien komplexer geworden, die Bedürfnisse hätten sich gewandelt, und das mache die Planung nicht einfacher. Er könne heute noch nicht sagen, wie es mit dem Sandbühl in den nächsten Jahren weitergehen werde, aber: «Wer in Schlieren wohnt, soll sich keine Sorgen machen müssen, wenn es einmal darum geht, die eigene Wohnung zu verlassen.»

Heidi Angst erinnerte sich noch gut an die Anfänge des Sandbühls. Sie war damals Mitglied der Fürsorgebehörde und des Heimausschusses. «Wir hatten unsere Sitzungen im Färberhüsli. Es war eine schöne Arbeit, man hatte Freude daran, dass etwas zustande kommt für die Alten - heute gehöre ich selber dazu.» Damals habe sie sich nicht vorstellen können, einmal hier zu landen, sagte sie. Vor 60 Jahren ist sie aus dem Kanton Aargau nach Schlieren gezogen. Im April wird sie ihren 90. Geburtstag feiern. Auch Beat Füglistaler verbinden Erinnerungen an die Bauzeit des Sandbühls. «Ich habe damals bei der Firma Schindler gearbeitet. Sie hat die Aufzüge im Sandbühl gebaut», erzählte er. Auch Füglistaler ist heute Pensionär im Sandbühl und fühlt sich wohl dabei.

Bei den Zaubereien des Traum-Theaters Valentino – immerhin wird ein Pudel aus der leeren Schachtel gezaubert – und einem Auftritt des Jugendchors Zürich liessen es sich die Gäste gutgehen. Auch wenn das Sandbühl in die Jahre gekommen ist – die Festlaune der Gäste beeinträchtigte dies nicht. Und Toni Brühlmann gab Entwarnung: «Heute und morgen brechen wird das Sandbühl noch nicht ab.»