Die Zahl verrät es, der Brunnen an der Oberen Reppischstrasse 16 neben dem Färberhüsli wurde 1771 erstellt. Er ist damit der älteste auf Dietiker Stadtgebiet. Erbaut wurde er durch das Kloster Wettingen. Bis 1957 stand er hinter dem Gasthaus Krone. Dann wurde er an seinen heutigen Standort versetzt.

Jeder der 30 Brunnen in Dietikon hat eine Geschichte zu erzählen. Einige von ihnen hat Arthur Huber für das Neujahrsblatt 2018 aufgeschrieben. Besonders bewegt ist jene der Brunnenskulptur «Knabe mit Fisch», die im Volksmund besser bekannt ist als «Dietiker Bäbeli». Geschaffen wurde sie 1950 von Bildhauer Ludwig Gilardoni und zierte ab dann den Dorfbrunnen auf dem Kirchplatz.

Nacktes Hinterteil der Kirche zugewandt

Allerdings erregte sie schon kurz darauf Anstoss, weil ihr nacktes Hinterteil der Kirche zugewandt war. Deshalb wurde die Figur im Schwimmbad Fondli aufgestellt. Währen des Grümpelturniers 1973 wurde sie gestohlen und wieder an ihrem angestammten Platz aufgestellt.

Gemeindearbeiter brachten sie daraufhin ins Magazin, von wo sie schon bald wieder entwendet wurde. Dieses Mal tauchte sie in einem Garten an der Grabackerstrasse auf. Im Herbst 1973 bekam sie einen Platz am Weiher in der Kirchhalde. Dort wurde sie zwei Mal Opfer von Vandalen. 2008 wanderte sie in den Werkhof, wo sie, frisch restauriert, noch heute darauf wartet, wieder in der Öffentlichkeit aufgestellt zu werden.