Dietikon

Das Bezirksgebäude ist jetzt auch ein Titelträger

Der Verwaltungsbau im Stadtzentrum gewinnt den Preis «Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich». Die diesjährige Ausschreibung stand unter dem Motto «Grenzen Raum geben/ Bauliche Gestaltung von Grenzen».

Der Standort ist ideal, architektonisch ist alles gut gelungen und zusätzlich erhält das Stadtbild einen markanten Aspekt.» Mit diesen Worten eröffnete der damalige Zürcher Justizdirektor Markus Notter im Sommer 2010 das Bezirksgebäude in Dietikon. Dreieinhalb Jahre später wurde das Gebäude mit fast identischen Worten erneut gewürdigt. Gestern erhielt das Bezirksgebäude den von der Zürcher Baudirektion ausgeschriebenen Preis «Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich».

Mit dem Preis werden zum vierten Mal Bauherrschaften sowie Architekten bedacht, die sich in vorbildlicher Weise für die Realisierung qualitätsvoller Architektur engagiert haben, heisst es in einer Mitteilung. Neben dem Bezirksgebäude Dietikon wurden auch das Sihlcity in Zürich sowie das Hochhaus Weberstrasse in Winterthur mit einem Preis bedacht.

Beteiligt an der Stiftung für die Auszeichnung guter Bauten im Kanton, sind der Kanton mit der Baudirektion, die Zürcher Kantonalbank, die Gebäudeversicherung Kanton Zürich sowie die Ortsgruppen Zürich des Bundes Schweizer Architekten und des Schweizerischen Werkbundes. Zudem unterstützt die Gebäudeversicherung Kanton Zürich in diesem Jahr die Durchführung der Auszeichnung.

Gebäude ist nutzerfreundlich

Die diesjährige Ausschreibung stand unter dem Motto «Grenzen Raum geben/ Bauliche Gestaltung von Grenzen». Gerade in diesem Bereich wusste das von Architekt Andy Senn entworfene Bezirksgebäude die Jury zu überzeugen. Als «nur vordergründig diskret, in seiner Wirkung aber Respekt erheischend», wird die Gestalt des Gebäudes im Jurybericht gewürdigt. Die aussergewöhnliche Lage zwischen Stadtzentrum und Bahngleisen bedinge, dass es keine Pufferzone und keine Mauer gebe. «Trotzdem schottet sich das Gebäude nicht von der Stadt ab - es setzt klare Grenzen für die Insassen des Gefängnisses, öffnet sich aber mit seinen Bandfenstern auf alle Seiten», heisst es weiter.

Auch bezüglich der Nutzerfreundlichkeit erhält das Gebäude gute Noten: «Für die Mitarbeitenden ist die kompakte Disposition des Hauses sehr praktisch. Von einer Abteilung in die nächste sind es nur wenige Schritte.» Der Bericht kommt zum Schluss, dass «der Bezirk als Verwaltungsapparat jetzt an prominenter Lage sichtbar ist, aber Zurückhaltung ausstrahlt.

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