Bergdietikon
Das Betreibungsamt kommt wieder nach Bergdietikon zurück

Seit sechs Jahren arbeitet der Bergdietiker Betreibungsbeamte aufgrund eines Gemeindevertrages auf der Verwaltung in Widen. Dies wird sich nun ändern: Ab Januar 2013 ist das Bergdietiker Betreibungsamt wieder in der eigenen Gemeinde zuhause.

Bettina Hamilton-Irvine
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Ab Januar 2013 wird das Betreibungsamt wieder im Bergdietiker Gemeindehaus untergebracht sein

Ab Januar 2013 wird das Betreibungsamt wieder im Bergdietiker Gemeindehaus untergebracht sein

Jürg Krebs

Ab Januar 2013 müssen die Einwohnerinnen und Einwohner von Bergdietikon nicht mehr nach Widen reisen, um das Betreibungsamt aufzusuchen. Der Betreibungsbeamte wird dann wieder auf der eigenen Verwaltung untergebracht sein.

Das war in den letzten Jahren nicht so: Seit 2006 arbeitet der heutige Betreibungsbeamte Paul Regez im Rahmen eines Gemeindevertrages auf der Gemeindeverwaltung in Widen, wo sich Bergdietikon eingemietet hat. Regez arbeitet in einem 80-Prozent-Pensum für Bergdietikon sowie als Sektionschef und setzt die übrigen 20 Prozent seiner Zeit dafür ein, die Stellvertretung für seinen Kollegen in Widen sicherzustellen - wofür Bergdietikon jeweils Rechnung stellt.

Bergdietikon muss sich neu orientieren

Da Regez jedoch per Ende Jahr in den Ruhestand treten wird, muss sich Bergdietikon neu orientieren. Da gleichzeitig auch noch die Sektionsbüros aufgehoben werden und die Stelle in Zukunft nicht mehr mit demselben Pensum existieren wird, galt es, eine komplett neue Lösung zu finden.

Dies ist nun gelungen, wie die Gemeindekanzlei in einer Mitteilung schreibt. Das Betreibungsamt Bergdietikon wird ab dem 1. Januar 2013 in den Verwaltungsräumlichkeiten der Gemeinde Bergdietikon untergebracht. Neuer Betreibungsbeamter wird Markus Brunner, der auch das Betreibungsamt Würenlos leitet. Wie Gemeindeschreiber Patrick Geissmann auf Anfrage sagt, wird Brunner an Werktagen jeweils am Morgen sowie am Donnerstagnachmittag in Bergdietikon anwesend sein.

«Grosser Vorteil für die Gemeinde»

Für die Gemeinde sei dies «ein grosser Vorteil», sagt Geissmann: «Diese Lösung wird die Zusammenarbeit mit der Verwaltung erleichtern.» Zudem sei es für die Bevölkerung viel angenehmer, wenn sie nicht mehr nach Widen reisen müsse, so Geissmann. «Es gibt nicht einmal eine Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr.»

Der Gemeinderat betont, dass der Entscheid gefallen sei, weil man den Service Public stärken wolle. Die Zusammenarbeit mit Widen sei immer «sehr kooperativ und offe» gewesen.