Wirtschaftspodium Limmattal

Das beste Start-up-Unternehmen: Preis geht in die Hände des Ältesten

Der Preis für das beste Limmattaler Start-up-Unternehmen wurde zum ersten Mal verliehen: Gewonnen hat die Topadur Pharma AG aus Schlieren.

Es brauche Mut für die Selbstständigkeit, sagte Simon May, Co-CEO des Instituts für Jungunternehmen (IFJ), auf der Bühne des Wirtschaftspodiums. Er leitete damit passend zum Motto mit Geschäftsführer André Brühlmann zur Bekanntgabe des Gewinners des Jungunternehmerpreises über. Der Preis für das beste Limmattaler Start-up-Unternehmen wurde zum ersten Mal verliehen; die Wahl traf bereits vor einer Woche eine 15-köpfige Jury. Die drei bestbewerteten Unternehmen aus über 50 Bewerbungen hatten die Chance auf den Gewinn.

Die Trophäe und das Preisgeld von 7000 Franken gingen an Reto Naef mit seiner Firma Topadur Pharma AG, die ihren Sitz in Schlieren hat. Sein Team forscht im Bereich von Medikamenten gegen Krankheiten, die besonders im Alter in Erscheinung treten. Es ist keineswegs die erste Prämierung, die er sich sicherte. Seine innovativen Ansätze zeigte er anhand von Studien mit Mäusen, die durch die Einnahme seines Medikaments trotz minimaler Dosierung im Gegensatz zum aktuellen Marktprodukt deutlich mehr Haarwuchs aufwiesen. Über den Jungunternehmerpreis zeigte er sich erfreut, gleichzeitig aber auch gelassen: «Ich gehe an solche Preisverleihungen ohne Erwartungen und empfinde den Sieg als Glück, aber es fühlt sich gut an», sagte er. Das Publikum erheiterte er bei seinem Auftritt mit dem Spruch, dass ein Jungunternehmer auch so wie er aussehen könne. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten kann er deutlich mehr Lebenserfahrung vorweisen.

Die Gewinner trafen sich nach dem Fototermin in der Gondel

Mit dem zweiten Platz wurde die Pexapark AG, ebenfalls aus Schlieren, geehrt. Co-Gründer Florian Müller stellte die Firma vor. Sie nimmt sich einer Problematik im Sektor der erneuerbaren Energie an: Die Kosten für die Produktion nachhaltiger Energieträger seien gesunken, womit sie konkurrenzfähig geworden seien und die staatlichen Subventionen wegfallen. Dies führe zu Unsicherheiten bei Investoren, weil statt dem sicheren Subventionsumfeld der schwankende Marktpreis zähle, sagte Müller. Die junge Firma bietet die Infrastruktur und das Know-how in Form einer Software an, die ein umfassendes Ertragsmanagement in einem sich wandelnden Umfeld ermögliche. «Ein solcher Anlass bietet uns eine Chance, um Ausschau nach neuen Mitarbeitern zu halten, die sich in unserer Branche auskennen und das Know-how mitbringen», so Müller.

«Ich habe mich sehr über diese tolle Möglichkeit gefreut, die eigene Firma vorzustellen», sagte Raphaela ­Cusati. Sie vereinfacht den Informationsaustausch zwischen den Betreuungspersonen in Kindertagesstätten (Kita) und den Eltern mittels einer App. Sie holte sich den dritten Platz.

Nach der Preisverleihung und dem Podium kam es in einer dafür aufgestellten Gondel zu einem Speednetworking. Die Teilnehmer hatten eine Minute Zeit, um sich vorzustellen, und fünf Minuten, um sich auszutauschen. Die drei Jungunternehmer nutzten die Gelegenheit: Sie tauschten sich mit dem Schlieremer Stadtpräsidenten Markus Bärtschiger, dem Verwaltungsratspräsidenten der Limmatstadt AG, Balz Halter, und Claude Lombard, Geschäftsführer der Nonkonformer GmbH, über Erfolg im Limmattal aus.

Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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