Unterengstringen

Das Ausflugsziel Kloster Fahr wird belebt – dies haben die Wettinger auf dem Klosterareal in Planung

Zum Auftakt der Kooperation wurde ein Lindenbaum gepflanzt (v.l.):  Sandro Sozzi, Abt Urban Federer, Andreas Benz, Thomas Benz, Priorin Irene Gassmann und Fahr-Projektleiterin Verena Gysin.

Zum Auftakt der Kooperation wurde ein Lindenbaum gepflanzt (v.l.): Sandro Sozzi, Abt Urban Federer, Andreas Benz, Thomas Benz, Priorin Irene Gassmann und Fahr-Projektleiterin Verena Gysin.

Drei Familien aus Wettingenübernehmen im Kloster Fahr den Landwirtschaftsbetrieb und das Restaurant. Im Frühling 2021 soll der erlebnisorientierte Betrieb mit Kleintieranlage für die Bevölkerung geöffnet werden.

Das Kloster Fahr hat einen langfristigen Pachtvertrag für den Landwirtschaftsbetrieb abgeschlossen mit der Fahr Erlebnis AG. «Priorin Irene Gassmann und Abt Urban Federer stellvertretend für die Klostergemeinschaften freuen sich, dass drei Familien aus Wettingen sich im Kloster Fahr mit Herzblut und Professionalität engagieren werden», heisst es in einer Mitteilung. Hinter der Fahr Erlebnis AG stehen die Wettinger Thomas Benz, Andreas Benz und Sandro Sozzi. Bei der öffentlichen Ausschreibung hatten sie laut Mitteilung ein Konzept für biologisch ausgerichtete Landwirtschaft und die Gastronomie eingereicht.

Ab Januar 2021 sollen der Landwirtschaftsbetrieb und die dazugehörigen Gebäude sanft renoviert werden. Im Frühling 2021 soll der entstehende, erlebnisorientierte Landwirtschaftsbetrieb inklusive Kleintieranlage für die Bevölkerung eröffnet werden.

Zudem soll ein neuer Hofladen mit saisonalen und regionalen Produkten aufgebaut werden. Und auch neue Räume für Kurse und Events sind geplant. «Das Ausflugsziel Kloster Fahr wird belebt und bietet zahlreiche Erlebnisse für Gross und Klein», heisst es weiter in der Mitteilung. Die Unterzeichnung des Pachtvertrags sei nur der erste Meilenstein der künftigen Zusammenarbeit. Die Fahr Erlebnis AG soll auch den Betrieb des Restaurants Zu den Zwei Raben übernehmen, das ebenfalls saniert wird.

Veränderungsprozess wurde 2017 lanciert

Neben Abklärungen für die geplante Sanierung laufen auch die Vorbereitungen für das geplante Mehrgenerationenwohnen. Ziel ist es, noch dieses Jahr die Baugesuche den Gemeinden Unterengstringen und Würenlos vorzulegen.

Die Entwicklungen auf dem Klosterareal sind Teil eines 2017 angestossenen Veränderungsprozesses, die den Fortbestand des Klosters und seiner Annexgebäude sichern und Investitionen für Renovationen ermöglichen sollen. Damals verkündeten die 20 Schwestern unter der Leitung von Priorin Irene Gassmann, dass für Teile des Klosters Investoren, Mieter und Pächter gesucht werden.

Ende 2018 erteilten die Benediktinerinnen den Zuschlag für die zukünftige Entwicklung auf dem Areal dem Projekt «erfahrbar», hinter dem eine Initiantengruppe aus dem Limmattal und die evangelische Pensionskassen-Stiftung Prosperita stehen. Dieses sieht vor, «bestehende Nutzungen in der Gastronomie und in der Landwirtschaft zu modernisieren, gesamtheitlich auszurichten und auf eine zukunftsfähige Grundlage zu stellen», heisst es in der Mitteilung. Ebenfalls zum Projekt gehört das geplante Mehrgenerationenwohnen in der ehemaligen Bäuerinnenschule, die 2013 wegen finanzieller und personeller Engpässe geschlossen werden musste.

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