Kloster Fahr

Dank Kräutern zur Heilung und Segnung

Der alte katholische Brauch der Kräutersegnung wird gross zelebriert.

Priorin Irene vom Kloster Fahr beugt sich über das Salbeibeet, zupft ein Blättchen ab und steckt es sich in den Mund. «Salbei ist ‹das Heilkraut›. Eigentlich sollte man davon jeden Tag eines essen», sagt sie.

Während eines Rundgangs durch den Klostergarten erklärt sie allerhand über die verschiedenen Gewächse. Ob schmerzstillend oder mehr Vitalität verleihend, die Wirkung der Kräuter ist nicht zu unterschätzen.

Dass Kräuter zu viel mehr taugen, als nur Tee zu kochen, ist weit verbreitet. Das sie anlässlich Mariä Himmelfahrt am nächsten Dienstag gepflückt und zu Sträusschen gebunden werden, dürfte hingegen weniger stark in unseren Köpfen verankert sein. Neben den schönen Sträussen sind sie auch ein Zeichen für die Schöpfung und drücken die Wertschätzung gegenüber der Vielfalt von Mutter Erde aus.

«Mit der Kräutersegnung zeigt man eine gewisse Achtsamkeit gegenüber der Natur. Man schätzt das Heil, das sie uns bringt», sagt die Priorin. Die Kräuterbüschel werden am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel gesegnet und haben neben der heilenden auch eine beschützende Wirkung.

Wem der katholische Brauch nichts sagt, der kann sich im Kloster Fahr aber auch an anderen Kräuterprodukten erfreuen. So stehen im Klosterladen etwa Lavendelsirup, Teemischungen und Kräutersalze bereit.

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