Unterengstringen

Dank «Glücksfall» ist die Zeit der vielen Werkhöfe vorbei

Die Werkmitarbeiter sind zurzeit damit beschäftigt, den neuen Werkhof an der Büelstrasse einzurichten. Im Frühling ist ein Tag der offenen Tür geplant. zim

Die Werkmitarbeiter sind zurzeit damit beschäftigt, den neuen Werkhof an der Büelstrasse einzurichten. Im Frühling ist ein Tag der offenen Tür geplant. zim

Das Arbeitsmaterial des Werkdienstes ist auf die gesamte Gemeinde verteilt. Doch nun ist eine ehemalige Fabrikationshalle frei geworden. Der Gemeinderat hat die Gelegenheit ergriffen und die Räumlichkeit vorerst für fünf Jahre gemietet.

Von einem richtigen Werkhof kann in Unterengstringen bis anhin nicht gesprochen werden. Ein Teil des Materials lagert im alten Spritzenhaus beim Feuerwehrgebäude. Andere Geräte sind in der Gemeindescheune oder in jener des Ortsmuseums untergebracht. Kurzum, das Arbeitsmaterial des Werkdienstes ist auf die gesamte Gemeinde verteilt. Doch das wird sich nun ändern. Dank eines «Glücksfalls», wie es Gemeindepräsident Peter Trombik nennt.

In der Liegenschaft Zürcherstrasse 71 direkt neben der Bushaltestelle Aegelsee ist vergangenen Herbst eine ehemalige Fabrikationshalle frei geworden. Der Gemeinderat hat die Gelegenheit ergriffen und die Räumlichkeiten für vorerst fünf Jahre gemietet. «In Unterengstringen gibt es fast keine Liegenschaften, in denen ein zeitgemässer Werkhof eingerichtet werden kann. Deshalb mussten wir die Chance nutzen», sagt Trombik.

Derzeit sind Werkmeister Ralph Pfister und sein Team damit beschäftigt, den Werkhof einzurichten. Teile der Scheune beim Ortsmuseum wurden bereits geräumt und an den neuen Standort gezügelt. Gleiches gilt für die Gemeindescheune. Diese würde ohnehin abgerissen, sollten die Stimmberechtigten am 8. März dem Bau eines neuen Gemeindehauses zustimmen. «Auch aus diesem Grund ist es ideal, dass wir für den Werkhof eine Lösung gefunden haben», so Trombik.

Verwaltung nutzt nun das «Chalet»

Zudem bringen die neuen Räumlichkeiten auch eine gewisse Entspannung der Platzsituation im bestehenden Gemeindehaus. Das Büro des Werkmeisters, das bis anhin in einem Container neben der Verwaltung untergebracht war, wird ebenfalls in den Werkhof gezügelt. Dadurch entsteht im Container, der liebevoll auch «Chalet» genannt wird, Platz, den die Gemeindeverwaltung künftig nutzen kann.

Noch dauert es aber eine Weile, bis der neue Werkhof komplett eingerichtet ist. Unter anderem fehlt derzeit ein Lastenkran sowie die Beschriftung. Zudem erhält der Werkhof auch eine eigene Adresse. Obwohl sich die Halle in einem Gebäude an der Zürcherstrasse befindet, liegt ihr Zugang an der Büelstrasse neben dem Kindergarten. «Deshalb erhält der Werkhof eine eigene Hausnummer», erklärt Trombik. Sobald alles eingerichtet ist, will die Gemeinde einen Tag der offenen Tür veranstalten. Laut Werkmeister Pfister dürfte dies im April der Fall sein.

Bis dahin sollte auch die Frage nach dem neuen Standort für das Salzdepot geklärt sein. Dieses befindet sich noch in der Gemeindescheune. Geplant sei ein Silo, das neben dem Spritzenhaus aufgestellt wird. Darin werden unter anderem Schläuche für die Abwasserreinigung und das ganze Reservematerial der Feuerwehr, wie Zelt, Sandsäcke sowie Übungsmaterial gelagert. Das werde auch in Zukunft der Fall sein, so Pfister.

Wie es nach Ablauf des Mietvertrages weitergeht, ist noch nicht klar. «Es besteht jedenfalls die Option, die Halle noch weiter zu mieten. Wir sind auf jeden Fall an einer langfristigen Lösung interessiert», sagt Trombik. Möglicherweise bestehe irgendwann auch die Möglichkeit, mit Weiningen zusammenzuspannen. Dort spricht man vom Bau eines neuen Werkhofs auf der Portalüberdeckung beim Gubristtunnel. «Doch bis dieses Projekt realisiert wird, dauert es noch lange. Vorerst sind wir zufrieden, mit dem, was wir jetzt haben», so Trombik.

Meistgesehen

Artboard 1