Dietikon
Daniel Düsentrieb inspiriert kleine Erfinder

Kinder basteln im Ferienkurs in der Freizeitanlage Chrüzacher in einer Werkstatt. Dort bauen sie Futteranlagen für Hunde oder probieren aus, welches Tuk-Tuk Boot am schnellsten fahren kann.

Lukas Brügger
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Auch vom Gebrauch grosser Werkzeuge wird nicht zurückgeschreckt.

Auch vom Gebrauch grosser Werkzeuge wird nicht zurückgeschreckt.

«Lueg, es funktioniert!», sagt eines der zahlreichen Kinder, die um ein Wasserbecken versammelt sind. Begeistert schaut die Schar auf kleine Schiffe, die sich in Bewegung setzten. Die Kinder haben die sogenannten Tuk-Tuk-Schiffe mit Dampfantrieb zuvor selber zusammengebaut.

Es ist eine von zahlreichen Basteleien, die in diesen Tagen in der Freizeitanlage Chrüzacher in Dietikon hergestellt werden. Am Kurs unter dem Motto «Daniel Düsentrieb im Chrüzacher» nehmen rund ein Dutzend Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren teil. Daniel Düsentrieb, der Erfinder aus den Donald-Duck-Comics, soll sie dabei als Inspirationsfigur motivieren.

Selbstvertrauen stärken

«Es geht darum, bei den Kindern das Interesse für Gestaltung und handwerkliches Arbeiten zu wecken», sagt Claudia Zumbühl, Gestaltungspädagogin und Leiterin des Kurses. «Die Kinder sollen Selbstvertrauen bekommen», sagt sie – und so motiviert werden fürs Bauen und kreative Gestalten. Zuhause werde das Handwerkliche den Kindern kaum noch vermittelt, sagt Mirjam Spring, die ebenfalls in der Freizeitanlage arbeitet. Im Kurs hingegen «erleben die Kinder, dass gestalterische und handwerkliche Arbeit Spass machen kann».

Das Wichtigste ist das Miteinander

Auch die sozialen Aspekte sind im Kurs von grosser Bedeutung. Gestern präsentierten die Kinder ihre selbst gebastelten Futterautomaten für Hunde den Bewohnerinnen und Bewohnern des Alterszentrums Ruggacker. So wird der Generationenaustausch gefördert. Laut Spring ist das wichtig, «da heute die Kinder meist nur noch wenig Kontakt zu älteren Menschen haben».

Auch Zeit zum Spielen wird immer wieder eingeplant. «Wir könnten den ganzen Tag mit den Kindern Spiele machen», sag Zumbühl. Tatsächlich harmoniert die Kindergruppe gut. Während des Arbeitens gibt es zwar immer wieder Meinungsverschiedenheiten, doch schliesslich können sich die Kinder immer wieder einigen.

So macht es dann auch nichts, dass während des Tuk-Tuk-Dampfschiffrennens im Wasserbecken ein Dampfer sinkt. Die Besitzerin des untergetauchten Dampfers lacht mit den anderen Kindern und meint: «Das ist halt die Titanic.»