Die CVP will dann ihren 2011 verlorenen Sitz in der Zürcher Regierung zurückerobern. "Es stehen wichtige Wahlen an", sagte Kantonalpräsidentin Nicole Barandun am Montag vor den Medien in Zürich. Auch für den kantonalen Wahlkampf sei jetzt schon der Startschuss gefallen. "Wir wollen nächstes Jahr die Scharte von 2011 auswetzen und zur Stärke zurückkehren."

Konkret will die CVP mindestens wieder so stark werden wie vor den letzten Kantonsratswahlen. Damals ging der Wähleranteil der Partei von 7,2 auf 4,9 Prozent zurück, die CVP musste vier ihrer zuvor 13 Sitze abgeben. Mit CVP-Sicherheitsdirektor Hans Hollenstein war zudem erstmals seit vielen Jahren ein Regierungsmitglied abgewählt worden.

"Wir sind überzeugt, dass wir für den Regierungsrat eine Person mit valablen Chancen finden werden", sagte Barandun. Wer das sein wird, ist aber noch offen. Die Partei wolle ihre politische Verantwortung übernehmen, sagte die CVP-Präsidentin.


Kein Zurück zu den Kleinklassen

Mitten im Wahlkampf befindet sich der Stadtzürcher Schul- und Sportvorsteher Gerold Lauber. Sein Departement habe lange ein "Mauerblümchendasein" genossen, niemand habe sich ihm annehmen wollen, sagte der CVP-Stadtrat. "Ich habe mich seit dem ersten Tag vor fast acht Jahren sehr interessiert und engagiert."

Lauber betonte etwa die grossen Herausforderungen seit der Abschaffung der Kleinklassen. "Mit der Integration findet in Zürich ein grosses Umdenken statt." Man sei aber auf gutem Weg. "Das jetzige Modell ist fachlich und pädagogisch viel sinnvoller." Lauber will auf keinen Fall zurück zum System mit den Kleinklassen.

Weitere Schwerpunkte im Bildungsbereich sind gemäss Schulvorsteher Lauber die Spezialisierung oder auch die sonderpädagogischen Massnahmen. "Es braucht weniger Bezugspersonen im Schulzimmer." Zudem werde einem Sturm im Kopf, wenn man sehe, wie viele Therapien Kinder manchmal bekämen. "Hier braucht es eine Entschlackung."

In der Stadt Zürich steht jedem Schulkind, das ihn benötigt, ein Betreuungsplatz zu. "Hier stossen wir an unsere Grenzen", sagte Lauber. Die Platzverhältnisse seien sehr begrenzt und das Personal werde stark gefordert. "Dass Kinder teilweise im Gang essen müssen, wird sich auch in nächster Zeit kaum ändern."