Dietikon
CVP-Gemeinderat will Güsel den Garaus machen

Hinter dem Areal Trio in der Nähe des Bahnhofs hat sich an den Gleisen Müll angesammelt. Dem CVP-Gemeinderat Gabriele Olivieri ist das ein Dorn im Auge.

Gabriele Heigl
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Dort wo Sommerflieder, Heckenrosen und Brombeergestrüpp noch nicht vorgestossen sind, wird der Müll an den Gleisen besonders augenfällig,GAH

Dort wo Sommerflieder, Heckenrosen und Brombeergestrüpp noch nicht vorgestossen sind, wird der Müll an den Gleisen besonders augenfällig,GAH

Gabriele Heigl

Es sind zwar keine Müllberge, die einem ins Auge stechen, wenn man von der viel befahrenen Zürcherstrasse in Dietikon auf die ruhige, kleine Privatstrasse hinter dem Areal Trio ausweicht, die zum Bahnhof führt. Aber Unrat begleitet einen dennoch das ganze Stück Weg: Bierdosen und Kaffeebecher, Pizzaschachteln und Plastiksäcke – auf der anderen Seite des Zauns entsorgt, der die Strasse von den Gleisen trennt. Kein erbaulicher Anblick.

Hemmschwelle sinkt

Das findet auch CVP-Gemeinderat Gabriele Olivieri. In seiner kleinen Anfrage von Mitte Juli schreibt er: «Beim Vorbeigehen sieht man viel weggeworfenen Müll hinter diesem Zaun liegen, der sich seit Jahren ansammelt.» Dabei hat er nicht nur die Ästhetik für die Dietiker im Fokus, sondern sorgt sich auch um den Eindruck, den die Stadt auf Auswärtige macht. «Obwohl die Natur sich bemüht, den vielen Unrat zuzudecken, ist er auch vom Zug aus zu sehen; eine schlechte Visitenkarte von Dietikon für die Leute, die von Zürich her aus dem Zugfenster schauen.»

Bekanntermassen ist die Hemmschwelle, Müll loszuwerden, dort besonders niedrig, wo bereits Abfall liegt. Diese Gefahr sieht auch Olivieri. Daher lautet seine Frage an den Stadtrat, was dieser unternehmen werde, «um den Müll zu beseitigen oder beseitigen zu lassen, bevor dieses Areal zur Müllhalde wird.» Tatsächlich machen nicht alle Hinterlassenschaften einen frischen Eindruck; manches harrt schon seit längerer Zeit der Verrottung auf diesem zwischen Zaun und Gleisen eingeklemmten Gelände.

Druckmittel gegenüber den SBB

Die Frage nach der Verantwortlichkeit der SBB stellt Gabriele Olivieri ausdrücklich erst mal nicht. Auf Nachfrage erklärt er, es heisse ihm dann zu schnell, dass man leider gar nichts machen könne. Er dagegen wolle die Stadt nicht sofort aus der Verantwortung nehmen. Olivieri: «Ich erwarte zwar eher nicht, dass unsere Werkhofleute den Abfall wegräumen müssen. Ich will aber, dass Kontakt aufgenommen wird mit den SBB und den Mietern des Trio-Areals.» Einmal nachzufragen und das Problem anzusprechen sei sicher nicht falsch. Er sehe das auch als Druckmittel gegenüber den SBB, mit dem Ziel, dass sich etwas zum Positiven bewege.

Dass das Gelände schlecht einsehbar ist und etwaigen Müllsündern hervorragenden Sichtschutz durch die hohe Arealbebauung bietet, zeigt sich auch in der Nähe der Kehricht-Container, die an der Privatstrasse stehen. Wer gestern dort vorbeilief, konnte zwei Müllsäcke erkennen, die jemand «wild» neben den Containern und nicht in gebührenpflichtigen Beuteln abgelegt hatte.

Mit einer Antwort des Stadtrats auf die kleine Anfrage ist laut dem stellvertretenden Stadtschreiber Uwe Krzesinski voraussichtlich Mitte September zu rechnen.