Coronavirus
Kantonsrat wird einmal mehr von der Pandemie-Realität überholt

Der Zürcher Kantonsrat fordert nun kostenlose Corona-Tests für unter 25-Jährige. Der Bund hat dies aber ohnehin bereits beschlossen.

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Die Zürcher SVP kritisierte damals kostenpflichtige Tests als indirekte Impfpflicht. (Symbolbild)

Die Zürcher SVP kritisierte damals kostenpflichtige Tests als indirekte Impfpflicht. (Symbolbild)

Michael Buholzer

Einmal mehr wird der Zürcher Kantonsrat vom Tempo der Corona-Pandemie überholt. Er hat am Montag einen Vorstoss überwiesen, der kostenlose Corona-Tests für unter 25-Jährige verlangt. Auf Bundesebene sind diese aber ohnehin schon beschlossen.

Vergangenen Mittwoch entschied der Nationalrat, dass Corona-Tests auch für Personen ohne Symptome wieder kostenlos werden sollen, unabhängig von ihrem Alter. Das soll helfen, die explodierenden Fallzahlen in Schach zu halten.

PCR-Tests, etwa für Auslandsreisen, müssen hingegen selber berappt werden. Nicht übernommen werden zudem die Kosten für Selbsttests sowie für Antikörpertests, die nicht vom Kanton verordnet wurden.

Bundesrat entscheidet über 2G oder 2G+

Offen ist aktuell noch, wofür es Zertifikats-Tests brauchen wird. Der Bundesrat wird diese Woche entscheiden, welche weiteren Verschärfungen künftig gelten. Beschliesst er 2G, werden Zertifikats-Tests eigentlich weitgehend überflüssig, weil nur noch Geimpfte und Genesene mit Masken in Innenräume wie etwa Restaurants zugelassen werden.

Beschliesst er hingegen 2G+, sind aber nach wie vor Tests notwendig. Dann würde die Maskenpflicht in Innenräumen entfallen, dafür müssten aber auch Geimpfte und Genesene einen Test machen. Auch Schliessungen von Betrieben stellt der Bundesrat zur Diskussion.

Seit dem 11. Oktober sind Corona-Tests ohne Symptome kostenpflichtig. Damit sollten Ungeimpfte zur Impfung bewegt werden. Die Zürcher SVP kritisierte damals die «indirekte Impfpflicht» und reichte einen Vorstoss für Gratis-Tests im Kantonsrat ein. (sda)

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