Laufsport

«Corona macht uns einen dicken Strich durch die Rechnung» – Laufsport-Feste im Limmattal abgesagt

Musste den Dietiker Neujahrslauf absagen: Neujahrslauf OK-Präsident Primus Greile.

Musste den Dietiker Neujahrslauf absagen: Neujahrslauf OK-Präsident Primus Greile.

Sowohl der Neujahrsmarathon Zürich als auch der Neujahrslauf Dietikon haben wegen des Coronavirus abgesagt werden müssen.

Was war das für eine wunder­bare Stimmung im vergangenen Januar am Dietiker Neujahrslauf. Bei besten äusseren Bedingungen mischte sich plötzlich Nicola Spirig unter die staunenden Hobbyläufer, stellte sich an die Startlinie und absolvierte den 12,1 Kilometer langen Hauptlauf.

Der gelungene Auftritt der Triathlon-Olympiasiegerin – sie gewann mit neuem Streckenrekord – setzte dem traditionellen Laufsportanlass mit total über 1500 Startenden die Krone auf. OK-Präsident Primus Greile erinnert sich gerne an die damalige Austragung zurück. Umso mehr, da im kommenden Winter kein Neujahrslauf stattfinden wird. Die Durchführung wäre für den 16. Januar 2021 geplant gewesen. «Corona macht uns einen dicken Strich durch die Rechnung», sagt Greile. «Wir haben den Neujahrslauf schweren Herzens streichen müssen.»

Nach den bundesrätlichen Schutzmassnahmen, welche Ende Oktober kommuniziert worden sind, fällte das Orga­nisationskomitee den definitiven Entscheid. «Es wäre kaum möglich gewesen, einen einigermassen stimmungsvollen Anlass durchzuführen», sagt Greile. «Es hätte kein Rahmenprogramm gegeben, keine Festbeiz, die Läuferinnen und Läufer hätten die Garderoben und Duschen nicht benützen dürfen.» Unter derartigen Rahmenbedingungen sei es einfach nicht sinnvoll, einen Grossanlass durchführen zu wollen.

Start zum Züri-Lauf-Cup ist noch in der Schwebe

Somit fällt der erste von total elf Läufen des Züri-Lauf-Cups 2021 definitiv aus. Wann wieder um Punkte für die Jahreswertung gerannt werden kann, ist offen. «Ich kann nur sagen, dass wir den Züri-Lauf-Cup durchführen wollen», sagt Primus Greile. «Nun starten wir eben später mit dem ersten Event.»

Bereits im zu Ende gehenden Jahr hatten die Corona- wirren dem Cup zugesetzt. Wegen der Pandemie und der damit verbundenen Restriktionen konnte neben dem Dietiker Neujahrslauf nur noch der Greifenseelauf durchgeführt werden.

Die nun herangerollte zweite Welle hat auch die Organisatoren des Neujahrsmarathons in Schlieren ausgebremst. Wie sie auf ihrer Website melden, hätten OK-Boss Roger Kaufmann und sein Team «gerne einen Gegenpol zu den zahlreichen Absagen von Sportveranstaltungen gebildet und den Neujahrsmarathon Zürich durchgeführt». Dies wäre jedoch nur in stark eingeschränkter Form möglich gewesen. So hätte man die Teilnehmerfelder – letztes Mal starteten über 1000 Laufbegeisterte – verkleinern müssen, duschen hätte man nicht dürfen, es hätte keine Festwirtschaft gegeben und Zuschauer wären an der Strecke nicht zugelassen gewesen. «Hinzu kommt das Risiko, trotz aller Vorsichtsmassnahmen allenfalls mitverantwortlich für die Weiterverbreitung von Covid-19 zu sein», hält das OK fest.

Die Organisatoren hoffen jetzt darauf, den 17. Neujahrsmarathon Zürich am 1. Januar 2022 wieder in gewohntem Rahmen durchführen zu können.

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