Minigolf
Coole Schläge in der Sommerhitze

Gestern spielten19 Paare beim Marmoriweiher während neun Stunden. Bei brütender Hitze und unter den Augen von Nationaltrainer Edi Schibli.

Ruedi Burkart (Text und Fotos)
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Konzentration bei Natascha Reimann vom MC Büelisacker

Konzentration bei Natascha Reimann vom MC Büelisacker

Ruedi Burkart

Den Dietiker Edi Schibli kann so schnell nichts mehr erschüttern. Der ehemalige Präsident des Minigolf-Clubs Mühlematt hat in seinen Dutzenden Jahren auf den Minigolf-Pisten dieser Welt schon vieles erlebt. Darum machte ihm, dem Trainer der Schweizer Senioren-Nationalmannschaft, die Hitze bei der gestrigen 25. Ausgabe des Dietiker 9-Stunden-Turnier nicht allzu viel aus. «Es ist immer noch besser als an jenem Turnier, welches wir über Pfingsten gespielt haben», lächelt er und richtet seinen Blick gen Himmel, «da hatten wir Temperaturen von 37 Grad.» Viel mehr behinderte ihn gestern eine langwierige Schulterverletzung. «Es ist mühsam. Kraft kann ich beim Schlag kaum entwickeln.» So absolvierte Schibli das Turnier lediglich als eine Art «Bewegungstherapie».

Der Turnierboss auf dem Podest

Bei den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern stand der sportliche Erfolg im Vordergrund. Auch wenn keine Punkte für die nationale Rankingliste vergeben wurden. «Jeder, der hier spielt, will möglichst gut abschneiden», so Turnierleiter Heinz Fischer. Er selbst kam mit seinem Partner Michel Eggenschwiler auf Rang 3. Auch wenn die Selektionen für die Senioren-EM vom kommenden August im deutschen Murnau bereits am Vorabend getätigt wurden, die 19 Mannschaften legten sich ins Zeug. Wie das Duo Heidi Stricker und Andreas Holliger. Stricker, die «Grande Dame» des Limmattaler Minigolfs aus Oetwil – sie wurde vor drei Jahren Senioren-Europameisterin – freute sich gestern bei einem Hole-in-One Holligers diebisch und applaudierte spontan. In der Endabrechnung kamen Stricker/Holliger im 19er-Feld auf den fünften Schlussrang. «Früher hatten wir mehr Teams in Dietikon», so Turnierboss Fischer, «aber mit einem Rückgang haben nicht nur wir zu kämpfen.» Das sei ein schweizweites Phänomen.