Urdorf/Dietikon

Collegium Musicum Urdorf läutete neues Jahr gleich doppelt ein

Eine überragende Trompetensolistin, ein mitreissender Dirigent sowie ein beschwingtes barockes und wienerisches Konzertprogramm: So eröffnete das Collegium Musicum Urdorf (CMU) das taufrische Jahr 2013 in Urdorf und Dietikon.

Fulminant begann das CMU unter seinem Dirigenten Pascal Druey mit der «Ouverture» des englischen Barockkomponisten William Boyce am Abend des 1. Januars das Neujahrskonzert in der reformierten Kirche Urdorf. Und in der Dietiker Stadthalle erfreuten sich anderntags über 800 Kultur- und Musikfreunde am exzellenten Konzertprogramm.

Zu den Höhepunkten des Programmes gehörte gewiss das Trompetenkonzert in Es-Dur des tschechischen Komponisten Johann Baptist Georg Neruda. Dabei ist die 22-jährige Solistin Manuela Fuchs mit ihrer spürbaren jugendlichen Spielfreude zum Liebling des diesjährigen CMU-Neujahrskonzerts geworden. Nicht weniger souverän interpretierte das CMU die schwungvollen Walzer und Polkas des Wieners Johann Strauss sowie zwei ungarische Tänze von Johannes Brahms. Es war so ganz nach dem Geschmack des zauberhaft gestimmten Publikums.

Achtung vor Neujahrs-Vorsätzen

In seiner kurzen Neujahrsansprache wünschte Stadtpräsident Otto Müller im Namen des Stadtrates allen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr: «Gesundheit und Wohlergehen sollen Ihre Begleiter im Jahr 2013 sein.» Der Übergang vom alten zum neuen Jahr sei immer wieder die Zeit des Rückblickes, aber auch des Ausblickes und natürlich die Zeit der guten Vorsätze. Mit den guten Vorsätzen sei aber Vorsicht geboten, denn diese seien vielfach so, wie Johann Nestroy sagte: «wie grüne Früchte, die abfallen, bevor sie reif sind.»

Der Stadtpräsident betonte, dass der Stadtrat in einer Zeit des starken Wandels und Wachstums, wie sie Dietikon gegenwärtig erlebe, seine Verantwortung wahrnehmen wolle. Junge, Familien und die ältere Bevölkerung sollen sich heute und auch künftig in der Stadt wohlfühlen und ein lebenswertes Umfeld vorfinden.

Schliesslich sagte Otto Müller: «Meine am Anfang geäusserten Neujahrswünsche richten sich besonders an Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, die zu den weniger Begünstigten, aber auch zur Gesellschaft gehören: Kranke, Einsame, Arbeitslose, Menschen, die Schicksalsschläge erlitten.» Viele würden einer ungewissen Zukunft entgegenblicken. Gerade diese Menschen bräuchten Quellen der Kraft, Zuversicht und Hoffnung. Doch: «Meine Gedanken und guten Wünsche gehören auch all jenen, die sich für die Benachteiligten einsetzen, vielfach freiwillig. Ihr Dienst an der Gesellschaft ist nicht selbstverständlich und wird sehr geschätzt», so der Dietiker Stadtpräsident.

Beim Apéro sagte die Geroldswiler Gemeindepräsidentin Ursula Hofstetter zum Konzert: «Was dieses semiprofessionelle Orchester und die junge Trompeterin geboten haben, war einfach traumhaft schön.» Reto Siegrist, der Präsident der Genossenschaft Dietiker Stadthalle, ergänzte: «Ich finde es ganz toll, dass wir hier im Bezirkshauptort ein Musikensemble aus dem Limmattal geniessen können.» Mit dem Konzert habe das CMU der Dietiker Bevölkerung eine grosse Freude bereitet.

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