Gidor
Coiffeur-Pionier Louis Giger wird heute in Oberengstringen beerdigt

Merken
Drucken
Teilen
Louis Giger (1928-2018)

Louis Giger (1928-2018)

«Nach einem erfüllten Leben ist unser Firmengründer friedlich eingeschlafen», hiess es vergangene Woche in der Todesanzeige von Louis Giger, dem Gründer der Coiffeurkette Gidor. Den über 1000 Mitarbeitenden sei «seine unermüdliche Schaffenskraft und grosse Menschlichkeit» ein Vorbild gewesen. Heute Nachmittag wird der Patron in Oberengstringen beerdigt. Dort hat der 89-jährige bis zu seinem Tod mit seiner Frau gelebt. In der gemeinsamen Familienvilla sei er im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen, hiess es in der Todesanzeige weiter.

Der Gidor-Gründer war mit über 90 Filialen und jährlich mehr als einer Million Kunden Besitzer der grössten Coiffeurkette der Schweiz. Seine Idee, Haarschnitte ohne Voranmeldung und zu tiefen Preisen anzubieten, war 1957 revolutionär. Sein erstes Geschäft eröffnete er in Zürich Altstetten am Lindenplatz. Ein Jahr später folgte eine zweite Filiale. Im Verlaufe der Jahre wurden es stetig mehr. So befindet sich auch in Dietikon und Schlieren je eine Niederlassung.

Giger bündelte 1975 seine Salons zur Gidor SA. Den Name hatte seine Frau ins Leben gerufen. Er ist eine Zusammensetzung aus dem Familiennamen Giger (gi) und dem französischen Wort d’or (für Gold). Die Coiffeur-Kette spezialisierte sich anfangs auf Frisuren für Damen. Noch heute machen sie rund zwei Drittel der Kundschaft aus. Später folgten Angebote für Herren. Seit 2004 leiten die Söhne des Firmengründers, Louis und Philipp, das Unternehmen. Mittlerweile gehören neben den Coiffeur-Geschäften auch der Internetshop Click and Care sowie die Fahrny-Coiffure-Fachschule zum Unternehmen. (moa)