Dietikon
Clowns ermöglichen die «Chinderfasnacht» für die Kleinsten

Ohne eine Gruppe von Müttern im Clownkostüm hätten die Kinder gestern nicht Fasnacht feiern können. Vor sieben Jahren gründeten sie eine Fasnachtsfeier für die jüngeren Kinder, die noch nicht im Kindergarten oder in der Primarschule sind.

Lukas Brügger
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Clowns ermöglichen die «Chinderfasnacht» in Dietikon
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Luana (5) ist als Hexe verkleidet. Nicht fehlen darf das Büsi Daisy. Am Umzug am Samstag in Dietikon ist sie auch mit dabei.
Die Polonaise darf an einer richtigen Fasnachtsfeier natürlich nicht fehlen.
Leandro (21 Monate) und Rodrigo (4) sind extra aus Zürich an die «Chinderfasnacht» in Dietikon gereist. Ihre Mama hat Bekannte in der Region.
Das farbige Schwungtuch sorgt für beste Unterhaltung und passt zu den farbenfrohen Kostümen.
Leo (5) kommt aus Dietikon und mag Superhelden. Das sieht man seinem Kostüm auch an. Der kleine Batman posiert stolz vor der Kamera.
Die Grossen müssen sich bücken, die Kleinen spazieren hingegen gemütlich unter den Armen durch.

Clowns ermöglichen die «Chinderfasnacht» in Dietikon

LBR

Der Kinder-Fasnachtsumzug in Dietikon findet kommenden Samstag bereits zum 37. Mal statt. Kindergarten- und Schulklassen mit über 500 geschminkten und verkleideten Kindern starten dann vom Zelgliplatz aus ihre Tour durch Dietikons Strassen. Doch wo können die jüngeren Kinder feiern, die noch nicht im Kindergarten oder in der Schule sind? Das fragte sich vor sieben Jahren eine Gruppe von Müttern. Für sie lag die Lösung auf der Hand. Die Gruppe organisierte eine «Chinderfasnacht» für die ganz Kleinen. Gestern war es wieder so weit: Zahlreiche verkleidete Kinder und ihre Eltern fanden den Weg in das katholische Pfarreizentrum St. Agatha. «Früher gab es kein solches Angebot, es hat etwas gefehlt», erklärt Natalie Ammann, langjährige Mitorganisatorin. Sie fügt an: «Wie man sieht, besteht eine grosse Nachfrage nach einem solchen Anlass.»

5 Franken für geschützten Rahmen

Die Kirche stelle den Raum zur Verfügung, den Rest organisiere die Gruppe von Müttern selber. «Deshalb sind wir um jede weitere helfende Kraft froh», sagt Ammann, die heute, so wie alle Organisatorinnen als Clown verkleidet ist. Pro Person zahlen die Besucher fünf Franken Eintritt. Das decke, laut Ammann, die entstehenden Kosten. Zudem sei im Eintrittspreis ein Zvieri für die Gäste inbegriffen. Der Anlass ziehe aber vor allem aus einem Grund so viele Besucher an, so Ammann: «Hier können sich die Kinder in einem geschützten Rahmen austoben.» Auch in einem Jahr soll dies dank dem Einsatz der Mütter wieder möglich sein.