Dietikon

Clean-up-Day: Rund 80 Freiwillige sammeln 100 Kilo Abfall ein

Die Freiwilligen hatten am Clean-Up-Day alle Hände voll zu tun.

Die Freiwilligen hatten am Clean-Up-Day alle Hände voll zu tun.

Rund 80 Personen standen am Clean-up-Day in Dietikon im Einsatz. Sie störten sich vor allen an den vielen Zigarettenkippen.

Dietikon wird vom Abfall befreit. Mit diesem Ziel fanden sich am Samstagmorgen rund 80 freiwillige Helferinnen und Helfer bei der Stadthalle ein. Vertreter von Vereinen und Parteien aber auch andere Stadteinwohner wollten am nationalen Clean-up-Day ein Zeichen setzen und in Dietikon achtlos weggeworfenen Abfall einsammeln. Bereits am Freitag waren rund 200 Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Wolfsmatt in gleicher Mission unterwegs.

Eingeläutet wurde die samstägliche Aufräumaktion mit einer Show des Limmattaler Komikerduos Lapsus. Danach verteilte Torsten Hartmann, Leiter Abfallwesen der Stadt, die Ausrüstung. Er gab den Anwesenden Warnwesten, gelbe Abfallsäcke und Greifzangen ab. Auch Handschuhe waren Pflicht. Derart ausgerüstet machten sich unter anderem ein Dutzend Kinder der Jubla Dietikon auf den Weg.

Unterwegs in Richtung Franzosenweiher sammelten sie unzählige Zigarettenstummel an den Strassenrändern ein. Auch Alu-Dosen und Plastik verschwanden in ihren Abfallsäcken. Bei der Grillstelle Hundshütte, wo die Gruppe eine Znüni Pause einlegte, grillten drei Männer. «Wir räumen unseren Abfall beim Verlassen auf», versprachen sie den Kindern und zeigten sich dankbar für deren Einsatz. «Durch diese Aktion können wir den Jubla-Kids weitergeben, wie umweltschädlich Littering ist. Wir setzen uns nicht nur hier für die Umwelt ein. So verzichten wir etwa beim Einkaufen für die Gruppe bewusst auf Plastiksäcke», sagte die 17-jährige Schar- und Gruppenleiterin Melanie Amann.

Tausende Zigarettenkippen eingesammelt

Zufrieden mit der Aufräumaktion zeigte sich Torsten Hartmann: «Sehr viele Leute haben trotz Corona am heutigen Anlass teilgenommen. Das freut mich natürlich sehr.» Letztes Jahr hätten rund hundert Freiwillige mehr am Aufräumtag teilgenommen. Im Verhältnis sei dieses Mal aber etwa gleich viel Abfall eingesammelt worden. Rund 100 Kilogramm Müll kamen am Ende der Aktion zusammen.

Darunter befanden sich so aussergewöhnliche Funde wie ein Fahrradlicht oder ein einzelner Ski. Zudem sammelten die Freiwilligen Tausende Zigarettenkippen ein. «Die meisten Freiwilligen störten sich an den vielen Zigarettenfilter, die rumlagen», sagte Hartmann. Deshalb fordert er die Raucher dazu auf, Taschenaschenbecher zu benutzen, die kostenlos von der städtischen Infrastrukturabteilung zur Verfügung gestellt werden. Generell stellt Hartmann während der Coronakrise eine enorme Zunahme an Littering in Dietikon fest: «Unsere Arbeit lief während des Lockdowns auf Hochtouren, da die Bevölkerung sich mehr als üblich in der Natur aufhielt. Dadurch waren nicht nur die grossen öffentlichen, sondern auch kleinere, unbekannte Plätze von Littering betroffen.»

Landesweit gab es über 450 Aktionen

Wie in Dietikon waren am Wochenende auch in vielen anderen Dörfern und Städten der Schweiz Freiwillige mit Abfalleinsammeln beschäftigt. Laut der Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt, die den Clean-up-Day organisiert, standen landesweit rund 25'000 Personen an über 450 Aufräumaktionen im Einsatz. Das sind rund 200 Anlässe weniger als im Vorjahr. Auch nächstes Jahr wird wieder Clean-up-Day durchgeführt. Er geht am 17. und 18. September über die Bühne, wie die Organisatoren mitteilen.

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