Sicher kann sich Fischer auch der Unterstützung der bürgerlichen Allianz sein. Nebst der CVP sind die SVP, FDP und EVP bei dieser dabei.

Nach dem 9. Februar, als nur acht der neun Sitze vergeben werden konnten, ist dies bereits der zweite Wahlgang. Dass nun noch die SP oder die Grünliberalen einen Kandidaten für dieses Amt stellen, scheint unwahrscheinlich. Bei den Sozialdemokraten ist die Suche bereits eingestellt worden. Der Co-Präsident der SP, Hans Balmer, verweist darauf, dass auch stark Interessierte abwinkten, nachdem sie erfuhren, welche zeitliche Belastung dieses Amt mit sich bringt.

«Einheitsgemeinde ist spannend»

Die GLP war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, doch Cinzia Fischer weiss, dass auch sie keinen Kandidaten stellen wird. Fischer interessierte sich derweil schon lange für ein öffentliches Amt. Sie stammt aus dem neuenburgischen Val de Travers und wohnt bereits seit 20 Jahren in der Gemeinde Urdorf, wo sie in einem Unternehmen als Kauffrau angestellt ist. Dereinst ins Gremium gewählt, will Fischer ein besonderes Augenmerk auf die Integration von ausländischen Schülern legen. Dies rührt daher, dass sie während der Schulzeit selber eine Ausländerin war. «Als Italienerin wäre ich damals froh gewesen, wenn mehr Integrationsarbeit geleistet worden wäre», sagt sie. Dass beim Gemeinderat eine Initiative eingereicht wurde, welche verlangt, die Schul- und die politische Gemeinde zu einer Einheitsgemeinde zu fusionieren, findet sie derweil prüfenswert, auch wenn es zuerst abzuklären gelte, ob die Vorteile auch wirklich realisierbar seien. (aru)