«Es ist höchste Zeit, dass diese Bedenken aus der Welt geschafft werden», sagt Edwin Weber, der Architekt, der den Holzpavillon für das Café geplant hat. Sein Auftraggeber Reller stehe seit längerer Zeit mit den Eigentümern der Bäckerei Bode in Uitikon in Vertragsverhandlungen.

Franziska Bode, Inhaberin der Bäckerei, bestätigt, dass man kurz vor dem Abschluss eines Pachtvertrags stehe: «Die eigentliche Vertragsunterzeichnung ist erst auf Ende Februar eingeplant», sagt sie: «Es ist also noch nicht hundertprozentig sicher.» Sie sei jedoch zuversichtlich, sagt Bode - und würde sich sehr freuen, wenn sie den Betrieb des Cafés übernehmen dürfte.

40 Sitzplätze geplant

Reller habe ursprünglich einen reinen Cafébetrieb für den Pavillon vorgesehen, erklärt Bode. Man habe sich jetzt aber darauf geeinigt, dass in einem Teil der Liegenschaft auch eine Bäckerei untergebracht würde. «Das Café soll einen deutlich grösseren Teil der Fläche ausmachen als etwa in unserer Hauptfiliale in Uitikon. 40 Sitzplätze könnten darin Platz finden», so Bode.

Das Konzept sieht vor, dass in der Bäckerei neben Sandwiches, Patisserie und den hausgemachten Truffes auch spezielle Confiserie nur für die Birmensdorfer Filiale verkauft würden. In Ihren Bäckereien sei dies so üblich, erklärt Bode: «Das haben wir auch bei unserer Stalliker Filiale gemacht. Ich werde mich bezüglich des Angebots sicher mit Birmensdorf auseinandersetzen.»

Wie Weber, der den Grundeigentümer Reller vertritt, erklärt, würde der Vertrag auf Basis eines «Edelrohbau»-Pachtvertrags zustande kommen: «Das eigentliche Gebäude wird durch den Eigentümer geheizt und mit den nötigen Anschlüssen versehen. Die Pächter hingegen würden über die Infrastruktur im Café entscheiden und sie auch selbst einbauen», so Weber.

Der Kontakt zwischen der Familie Bode und Roger Reller ist auf Initiative der Gemeinde zustande gekommen. Man habe bei Reller nachgefragt und ihm mitgeteilt, dass das Konzept der Uitiker Filiale der Bäckerei Bode sehr erwünscht wäre, so Weber. Den Ausschlag habe vor allem auch der Mangel an einer Bäckerei im Dorf gegeben: «Der Bedarf danach ist im Dorf schon vorhanden, seit die Bäckerei Wurm an der Bachstrasse vor etwa zehn Jahren schloss.»

Lokal könnte im Herbst eröffnen

Nachdem durch die Familie Bode ein Konzept für einen Café- und Bäckereibetrieb vorgelegt wurde und Reller es überarbeitete, steht nun die Unterzeichnung des Pachtvertrages bevor. Falls alles klappt, könnte gemäss Weber diesen Frühling mit dem Bau des Pavillons begonnen werden. Im Herbst 2012 könnten Bodes planmässig das Lokal eröffnen.

«Die Vertragsunterzeichnung ist erst Ende Februar eingeplant. Es ist also noch nicht hundertprozentig sicher.»